Süß, happy und fit

Echte Geschichten aus meinem bewegten Leben mit Typ-1-Diabetes


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Von wegen Rumstehen – warum man als Marathon-Zuschauer fit sein sollte!

Für die Läufer ist ein Marathon 42,195 Kilometer lang. Für einen aktiven Zuschauer und Unterstützer bedeutet er Kurzsprints zur U-Bahn, viele Schritte um den perfekten Platz zum Anfeuern zu finden, Samba-Tanzen an der Strecke – und immer eine Hand am Blutzuckermessgerät.

Selbst einmal einen Marathon zu laufen, steht bei mir überhaupt nicht auf der Wunschliste. Und zwar sowas von überhaupt nicht. Aber andere Läufer beim Marathon anzufeuern, macht mir immer wieder großen Spaß. In diesem Jahr hatte ich beim Hamburger Marathon am 17. April 2016 ganz besonders viel zu tun, denn auf unserer Laufreise nach Andalusien hatte ich eine Menge Leute kennen gelernt, die sich mithilfe unseres gemeinsamen Aktivurlaubs auf dieses Event vorbereiten wollten. Anstatt an der Strecke nur nach meinem Mann Christoph und ein paar anderen Freunden Ausschau zu halten, hatte ich auf einmal eine Liste von 20 Läufern, die es zu supporten galt, wie es neudeutsch so schön heißt. Zum Glück war ich nicht allein mit dieser Aufgabe, sondern Teil eines siebenköpfigen Support-Teams – lauter Mädels von der Laufreise, die in Hamburg nicht selbst mit am Start waren. Wir trafen uns zum Supporter-Frühstück, schauten uns den Marathon-Start im Fernsehen an – und dann ging es ab an die Strecke. Weiterlesen


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Intervallfasten: Kein Superfood, keine Spezial-Diät. Einfach mal nix essen.

Jedes Frühjahr dasselbe Spiel: Der Winterspeck soll weg, die Pfunde sollen purzeln. Für insulinpflichtige Diabetiker ist das oft besonders schwer. Seit neuestem macht ein neuer Trend die Runde: das Intervallfasten, manchmal auch kurz iFasten genannt.

Keine Kohlsuppe, keine Rohkostplatten, keine Reistage zum Entschlacken, keine Eiweißshakes… sondern einfach mal nix essen. So einfach lautet die Botschaft des neuen Abnehm-Trends, über den ich vor einer Weile zum ersten Mal im Stern-Heft „Gesund leben“ (Heft 1.2016) gelesen habe. Klingt spannend und auch ziemlich einfach – schließlich muss man für diese Diätform keine speziellen Zutaten einkaufen, nicht aufwändig kochen und auch nicht überlegen, welche Nährstoffe zusammen mit welchen anderen gegessen werden dürfen. Man legt ganz einfach mal eine Pause beim Essen ein und fastet für eine Weile. Weiterlesen


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„Diabetes ist vermeidbar“ – Ich kann es nicht mehr hören!

Neulich am 7. April war ja Weltgesundheitstag. Dieses Jahr stand er ganz unter dem Motto Diabetes. Und folglich quoll mein Mail-Eingangsfach über mit Pressemitteilungen von Hinz und Kunz, die alle etwas zu diesem wichtigen Thema zu sagen hatten. Die Grünen titelten „Diabetes ist vermeidbar – mit Gesundheitsförderung und guter Behandlung“ und haben leider bis heute nicht auf meine Bitte um mehr Differenzierung reagiert.

Es gibt nicht „den Diabetes“ und schon gar keine Patentrezepte zur Vermeidung, Behandlung oder Heilung. Viele Menschen wissen das nicht und werfen munter Typ-1- und Typ-2-Diabetes in einen Topf (von den vielen weiteren Subtypen wollen wir jetzt gar nicht erst anfangen und nicht noch mehr Verwirrung stiften). Der breiten Öffentlichkeit mache ich diese Wissenslücken nicht zum Vorwurf – schließlich kenne ich mich mit anderen Erkrankungen als meiner eigenen auch herzlich wenig aus. Doch von Gesundheitspolitikern erwarte ich in diesem Punkt schon ein bisschen mehr Differenzierung. Ihre Äußerungen werden gehört und vor allem mit dem Ziel getätigt, die Politik in diesem Land zu beeinflussen. Weiterlesen


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Es gibt so Tage… da klappt es einfach nicht mit dem Sport

In dieser Woche ist sportlich irgendwie der Wurm drin. Okay, am Montag war ich anderthalb Stunden mit dem Rennrad unterwegs. Aber seither kommt immer etwas dazwischen – und die Sache wird nicht leichter, wenn man dabei auch immer den Blutzucker im Auge behalten muss!

Die Triathlon-Saison hat begonnen. Das ist die Zeit im Jahr, in der beim Nachhausekommen oft kleine Haftnotizen an der Tür kleben, mit denen mein Mann Christoph und ich uns gegenseitig darüber informieren, dass wir gerade beim Laufen/Schwimmen/Radfahren sind. Keine Sorge, wir kommunizieren nicht nur über solche Zettel, aber an manchen Tagen sammeln sich da durchaus ein paar Zettelbotschaften an. Auch wenn ich immer „nur“ in der Sprintdistanz starte (500 Meter Schwimmen, 22 Kilometer Radfahren, 5 Kilometer Laufen), bereite ich mich doch halbwegs gewissenhaft auf dieses sportliche Ereignis vor. Weiterlesen


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Zwei Wochen lang Diabetes simulieren – Was kriegt man dabei wohl mit?

Heute bin ich auf ein Experiment aufmerksam geworden, das Imke vom Nachbarblog „Diabetes durch zwei“ plant. Sie will zwei Wochen lang ihren Blutzucker messen und „spritzen“ als sei sie selbst Diabetikerin, um besser zu verstehen, wie sich das Leben mit Diabetes anfühlt. Nun, ich habe da ein paar Aufgaben für sie…

Imke hat keinen Diabetes, bloggt aber darüber. Sie beschäftigt sich als Lebenspartnerin eines Typ-1-Diabetikers auf ihrem Blog mit der Angehörigen-Perspektive, die bekanntlich auch mich so sehr interessiert, dass ich ein Buch darüber schreiben möchte. Nun möchte sie also die reine Angehörigen-Perspektive verlassen und (zumindest soweit das möglich ist, wenn man selbst eine funktionierende Bauchspeicheldrüse hat) selbst erleben, was es bedeutet, täglich mehrmals den Blutzucker zu messen, sich selbst eine Spritze zu setzen und dabei möglicherweise von anderen beobachtet zu werden. Weiterlesen


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Interviewpartner für mein Buchprojekt gesucht!

Knapp ein Jahr ist es her, dass ich für den Focus Diabetes eine Titelgeschichte zum Thema „Diabetes und Angehörige“ geschrieben habe. Weil es immer noch nur wenig Ratgeberliteratur für die Angehörige von Menschen mit Diabetes gibt (neuerdings gern „Typ-F-Diabetiker“ genannt, wobei „F“ für „Familie/Freunde“ steht), möchte ich ein Buch schreiben – und suche auf diesem Wege Interviewkandidaten, die sich mit ihrer persönlichen Geschichte von mir portraitieren lassen möchten.

Das inhaltliche Konzept für das Buch steht, ein Verlag ist gefunden, nun geht es also los. In meinem Buch möchte ich Menschen portraitieren und anhand ihrer persönlichen Geschichten bestimmte Facetten des Lebens mit Diabetes thematisieren – und wie es sich für die Angehörigen von Diabetikern (Typ-1 ebenso wie Typ-2) anfühlt, Teil dieses Lebens mit einer chronischen Erkrankung zu sein. Jedes Portrait wird dann durch ein Expertenstatement ergänzt. Weiterlesen


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Ja, ich darf das essen. Aber ist es auch wirklich schlau?

Mit diesem Beitrag werde ich mich vielleicht bei dem einen oder anderen Typ-1-Diabetiker unbeliebt machen. Es geht darum, was wir essen „dürfen“ und was nicht.

Ich weiß, dass vielen von uns reflexartig die Hutschnur hochgeht, wenn sie die beiden Wörter „Essen“ und „dürfen“ auch nur zusammen in einem Satz sehen. Weil solche Sätze häufig von Menschen kommen, die keine Ahnung von Typ-1-Diabetes haben, unsere Form der Stoffwechselstörung munter mit Typ-2-Diabetes in einen Topf werfen und ihr geballtes Halbwissen dann gern mit erhobenem Zeigefinger kundtun: „Das darfst du aber gar nicht essen, da ist doch Zucker drin!“ Weiterlesen


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Mein Diabetes wird sechs Jahre alt: Erinnerungen an einen komischen Tag

Es gab in meinem Leben bislang zwei Tage, an denen mir schlagartig klar wurde, dass ab jetzt nichts mehr so sein würde wie zuvor. Zum einen den Tag, an dem ich erfuhr, dass ich schwanger war. Und zum anderen den Tag, an dem ich die Diagnose Typ-1-Diabetes erhielt. Letzteres ist heute sechs Jahre her – und ich kann meinem Beitrag zum 5. Geburtstag vom Vorjahr eigentlich nichts hinzufügen. Deshalb veröffentliche ich ihn heute noch einmal.

Heute ist der sechste Jahrestag meiner Diabetes-Diagnose. Der 30. März 2010 hat sich in meine Erinnerung eingebrannt wir kaum ein anderer Tag, und deshalb möchte ich heute einmal zurückblicken. Ich war gerade 40 Jahre alt geworden und hatte diesen runden Geburtstag mit ein bisschen Verspätung auch groß gefeiert. Mich plagte neben einer ganz leichten Midlife-Crisis nur ein hartnäckiger Husten, dem mit den üblichen Hausmitteln einfach nicht beizukommen war. Am Montag nach der Feier ging ich also zu meinem Hausarzt, um meine Lunge abhören und mir etwas Stärkeres gegen meinen Husten verschreiben zu lassen. Bei der Gelegenheit wollte ich ihm auch den komischen Computerbrief vom Roten Kreuz zeigen, der nach dem Blutspendetermin ins Haus geflattert war. Weiterlesen


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Warum mich das neue CGM-System Eversense nicht neugierig macht

Ein Implantat, das kontinuierlich den Gewebezucker misst und die Daten an das Smartphone sendet, ist zwar prinzipiell eine tolle Idee. Aber das System „Eversense“, das die Firma Senseonics aktuell in der Pipeline hat, hat für meinen Geschmack noch ein paar gravierende Macken.

Vor einer Weile wurde beim Roche Mediendialog das neue CGM-System „Eversense“ vorgestellt. Eigentlich lasse ich mir die Medien- und Blogger-Events von Roche Diagnostics nur ungern entgehen, doch in diesem Jahr war ich zum Zeitpunkt des Events zur Laufreise in Andalusien und konnte nicht teilnehmen. Schade eigentlich, denn in diesem Jahr stellte Roche etwas ganz Neues vor: den implantierbaren Glukosesensor Eversense mit dem dazugehörigen Transmitter und der Smartphone-App. Das System stammt zwar nicht aus dem Hause Roche selbst, doch das Unternehmen ist finanziell an der Firma Senseonics beteiligt und wollte das Blogger-Event offenbar dazu nutzen, das neue CGM-System der überwiegend sehr technikbegeisterten Blogger-Community vorzustellen. Weiterlesen


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Laufreise, Tag 9: Ich bin durch und durch müde

Mein heutiger Bericht beginnt mit einem Geständnis: So langsam freue ich mich auf zu Hause. Darauf, auch mal wieder etwas anderes zu machen als zu laufen oder über das Laufen zu reden und zu denken.

Mein Körper ist müde. Es ist so eine Art Müdigkeit, die von den Füßen die Beine hoch durch den ganzen Körper bis hoch in den Kopf wandert und sich auch dort breitmacht. Ich habe in den vergangenen Tagen für meine Verhältnisse sehr viel trainiert. Wäre ich zum Beispiel vergangenen Juni zu dieser Laufreise gestartet, hätten mich die vielen Laufeinheiten mitten in meiner Triathlon-Vorbereitung getroffen und ich hätte sie deutlich lockerer weggesteckt. Aber nach einem eher trainingsarmen Winter, etlichen sehr arbeitsintensiven Wochen und dann noch einer fetten Erkältung (die leider bis heute noch nicht vollständig auskuriert ist) hat mich dieses Trainingslager ziemlich hart erwischt. Im Trainingsheft steht, man solle auch hier während der Laufreise das wöchentliche Laufpensum um nicht mehr als Faktor 3 steigern. Nun, ich verrate den Trainerinnen lieber nicht, um welchen Faktor sich meine aktuellen wöchentlichen Laufkilometer hier multipliziert haben…  Ich bin also müde. Weiterlesen