Süß, happy und fit

Echte Geschichten aus meinem bewegten Leben mit Typ-1-Diabetes


Hinterlasse einen Kommentar

Laufreise, Tag 5: Mein erster Start in der Klasse Veteranas C, Femenino

Die Regeneration am gestrigen Nachmittag tat gut, sonst wäre ich heute beim 8-Kilometer-Volkslauf in dem kleinen Bergort Medina Sidonia sicherlich auf Platz 200 statt auf Platz 174 gelandet (von 175 Teilnehmern insgesamt…).

Unsere Trainerinnen hatten uns wirklich nicht zu viel versprochen, als sie schon beim Vortreffen versuchten, uns für die Teilnahme an einem spanischen Volkslauf zu begeistern. „Das ist eine ganz andere Stimmung als bei Läufen in Deutschland“, war eine der Werbebotschaften. Und: „Es ist eine tolle Sache, eine unbekannte Stadt im Ausland läuferisch zu erkunden.“ Nach dem heutigen Tag weiß ich: Sie hatten Recht! Was für ein cooles Erlebnis war das doch heute! Weiterlesen


Hinterlasse einen Kommentar

Laufreise, Tag 4: Muskelkater ahoi!

Die vielen verschiedenen Trainingsreize der vergangenen zwei Tage haben ihr Ziel nicht verfehlt: Ich spüre heute jede Muskelfaser meiner Beine. Und habe deshalb beschlossen, das nachmittägliche Lauftraining ausfallen zu lassen.

Ja, ich weiß, dass wir hier eine Laufreise und damit Aktivurlaub gebucht haben. Aber das Wort Urlaub ist trotzdem ein wesentlicher Bestandteil der Bezeichnung dessen, was wir hier tun. Und deshalb habe ich heute morgen einmal intensiv in mich hinein gelauscht, was ich nach dem frühmorgendlichen Lauftraining am Strand (der Blutzucker war übrigens wieder brav und hat sich von 116 mg/dl nüchtern nach dem Aufstehen bis 120 mg/dl nach den 45 Minuten Morgentraining ohne Sport-KE und ohne Extra-Insulin kaum gerührt) und den Kräftigungsübungen am Vormittag gern mit meinem Urlaubstag anfangen möchte. Weiterlesen


Ein Kommentar

Laufreise, Tag 3: Alter Schwede, straffes Pensum heute!

Heute morgen hätte mich mein Schweinehund beinahe ausgetrickst. Ich bin dann trotzdem heroisch zum Frühsport am Strand gegangen. Und habe am Mittag Kräftigungsübungen gemacht. Und bin mit dem Fahrrad etwa 9 Kilometer zum Leuchtturm von Conil gefahren, wo ich das Rad an eine Teamkollegin übergeben habe, um die selbe Strecke wieder zurück zu laufen.

Man hat ja so seine eingespielte Morgenroutine, die man nur schwer durchbrechen kann. Bei mir besteht sie aus: Zuckermessen, über das geplante Frühstück nachdenken, eine passende Dosis Insulin spritzen. Beinahe hätte ich mir also heute morgen vier Einheiten Insulin in den Bauch gejagt, obwohl doch wieder ein Nüchternlauf am Strand angesagt war. Mein Schweinehund war angesichts dieser großartigen Chance sofort zur Stelle und flüsterte mir ein: „Wenn du jetzt – so ganz versehentlich – Insulin spritzt, dann kannst du nicht zum Frühsport, weil du sofort frühstücken musst. Jetzt ist DIE Gelegenheit!“ Aber nix da. Ich bin ja nicht zum Spaß hier. Also in letzter Sekunde den Insulinpen beiseite gelegt, rein in die Laufklamotten, raus an den Strand. Weiterlesen


Hinterlasse einen Kommentar

Laufreise, Tag 2: Nüchternlauf? Geht auf einmal doch!

Mein nagelneues Fitbit-Armband (Geburtstagsgeschenk! 🙂 )sagt, dass ich heute knapp 25.000 Schritte gegangen bin. Das finde ich für meinen ersten Trainingstag hier in Andalusien schon ganz beachtlich. Beachtlich (um nicht zu sagen TOLL) finde ich auch, wie mein Zucker heute bei dem straffen Programm mitgespielt hat.

Der Tag begann mit Frühsport am Strand. Gegen Sport am Strand ist ja überhaupt nicht einzuwenden, aber das Wörtchen „früh“ hatte mir im Vorfeld ein bisschen Kopfzerbrechen bereitet. Zum einen, weil ich es eigentlich überhaupt nicht mag, ohne Frühstück aus dem Haus zu gehen, geschweige denn Sport zu treiben. Zum anderen, weil Nüchternläufe für mich bislang eine ziemlich knifflige Angelegenheit waren. Ihr wisst schon: Bei nüchternem Magen zapft der Körper schneller die Glykogenreserven in der Muskulatur und in der Leber an. Die freiwerdende Glukose braucht Insulin, doch davon habe ich – bis auf mein Basalinsulin – keines in der Blutbahn mehr. Der Zuckerspiegel steigt trotz Bewegung ins Unermessliche. Nicht gut. Weiterlesen


Ein Kommentar

Laufreise, Tag 1: Packen, Fliegen, Feiern, Ankommen…

Heute ist Tag 1 unserer Laufreise in Andalusien, von der ich jeden Tag ein klein wenig hier berichten möchte. Gelaufen sind wir heute noch nicht, dafür früh am Hamburger Flughafen gewesen, über Mallorca nach Jerez de la Frontera geflogen und am späten Nachmittag im Hotel angekommen.

In den vergangenen Tagen lief die WhatsApp-Gruppe der Reiseteilnehmer sich schon ziemlich heiß. Da gibt es einen Rennradverleih am Hotel. Mit welchem Klicksystem? Wer hat Lust auf Beachvolleyball? Ich persönlich denke ja, dass wir auch mit unseren diversen täglichen Laufeinheiten genug in Bewegung sein werden. Und in den trainingsfreien Zeiten könnte ich mir vorstellen, mal einen Strandspaziergang zu machen oder in den Dünen mit einem guten Buch zu faulenzen. Weiterlesen


Hinterlasse einen Kommentar

Bald geht es los: Kofferpacken für meine Laufreise nach Andalusien

So langsam bekommt mein Schweinehund eine Ahnung davon, auf was ich mich da eingelassen habe. Doch ob er nun einverstanden ist oder nicht: Ich werde tatsächlich im März für eine 10-tägige Laufreise nach Andalusien fliegen, wo wir praktisch rund um die Uhr sportlich auf Trab gebracht werden.

Natürlich ist mal wieder mein Mann Schuld. Wie so oft, wenn es um meine sportlichen Ziele geht. Christoph hat ja bereits einige Marathons auf dem Buckel und trainiert auch in diesem Frühjahr wieder für den Hamburger Marathon. Und wie schon2015, bereitet er sich hierauf unter anderem mit einem Vorbereitungskurs beim Hamburger Laufladen „Laufwerk“ auf dieses sportliche Highlight vor. Das Laufwerk ist aber nicht nur ein Laden, in dem man Laufklamotten kaufen und Laufkurse buchen kann. Im vergangenen Jahr hatte er mitbekommen, dass etliche seiner Laufkurs-Mitstreiter im März für zehn Tage zu einer Laufreise nach Andalusien verschwanden, danach toptrainiert zurückkamen und den Marathon quasi mit links… naja, vielleicht nicht ganz, aber die Laufreise mit täglichem Frühsport plus Lauftrainings-Einheiten am Vormittag und noch einmal am Nachmittag war nicht spurlos an ihnen vorübergegangen. Weiterlesen


3 Kommentare

Kostenerstattung beim Freestyle Libre: Alles reine Verhandlungssache!

Da dachte ich über eine geraume Zeit, dass ich die Spielregeln der gesetzlichen Krankenkassen, nach denen sie die Kosten bestimmter Hilfsmittel wie des Freestyle Libre erstatten oder eben auch nicht, verstanden habe. Seit heute weiß ich: In diesem Business geht es zu wie auf einem orientalischen Basar.

Wer sich in letzter Zeit in den verschiedenen Facebook-Gruppen zum Freestyle Libre herumgetrieben hat, der kapiert so langsam gar nicht mehr, nach welchen Kriterien einzelne Krankenkassen die Kosten für das Freestyle Libre erstatten oder eben nicht. Die Techniker Krankenkasse (TK), bei der auch ich versichert bin, war ja Anfang 2015 vorgeprescht und hatte allen Versicherten mit Typ-1-Diabetes (sofern sie denn als Bestandskunden bei Abbott registriert waren und dieses tolle Angebot auch nutzen konnten) die Erstattung eines Großteils der Kosten angeboten. Weiterlesen


Hinterlasse einen Kommentar

Wölkchen-Pizza: Mein neuestes Low-Carb-Experiment

Vor einer Weile habe ich irgendwo in den Weiten von Facebook einen Hinweis auf ein Rezept für „Cloud Bread“ gefunden. Es soll toll schmecken und sich auch als Pizzaboden eignen. Und das alles bei pi mal Daumen null Kohlenhydraten.

Klingt verlockend, nicht wahr? Allerdings hätte mich der Begriff „Cloud Bread“ vielleicht ein wenig stutzig machen sollen. Denn nun, nachdem ich die Wölkchen-Pizza zum Abendessen verputzt habe, verrate ich schon einmal soviel: Kross und knusprig ist was anderes. Was nicht heißt, dass der fluffige Teig meiner Wölkchen-Pizza nicht irgendwie auch lecker war. Ob ich das Rezept noch einmal, wie auf der verlinkten Seite* angegeben, auch als „himmlisches Brötchen“ einsetze, weiß ich noch nicht. Weiterlesen


3 Kommentare

Alltagsmathematik: Kleine Vollkornscheiben, große Rechnung

Es wird uns Diabetikern im Alltag nicht immer leicht gemacht. Gestern hatten wir zum Beispiel Gäste zum Brunch und tischten unter anderem kleine Vollkornhappen mit Frischkäse und Lachs auf. Bis ich wusste, wie viele Gramm Kohlenhydrate eine dieser Minischeiben Vollkornbrot enthält, musste ich ein ganzes Weilchen rechnen.

Kennt ihr diese kleinen Pumpernickelhäppchen, kreisrund mit einem Durchmesser von etwa vier Zentimetern? Perfekt für kleine Brunch-Häppchen, fanden Christoph und ich, als wir gestern ein paar Leckereien für ein Brunch mit Gästen vorbereiteten. Für mich ist es natürlich wichtig zu wissen, wie viele Gramm Kohlenhydrate in einem dieser Häppchen enthalten sind. Ein Blick auf die Nährwerttabelle auf der Packung zeigte mir: Es wird mal wieder kompliziert. Weiterlesen


3 Kommentare

Wie man auch ohne Pumpe einen verzögerten Bolus spritzen kann

Insulinpumpenträger wissen ihn meist sehr zu schätzen: den verzögerten oder gesplitteten Bolus, mit dem sie Mahlzeiten abdecken können, deren Kohlenhydrate zum Teil erst etwas später im Blut ankommen und den Glukosespiegel beeinflussen. Man kann einen verzögerten oder gesplitteten Bolus aber durchaus auch mit ganz normalen Insulinpens simulieren.

Eines vorweg: Ich weiß um die vielen Vorteile, die eine Pumpentherapie im Alltag haben kann. Von wegen besseres Feintuning, mehr Flexibilität mit verschiedenen Basalraten, diskrete Bolusgabe in der Öffentlichkeit etc. Mich persönlich reizt eine Insulinpumpe derzeit trotzdem nicht. Ich habe mich mit meinem Freestyle Libre Sensor angefreundet und empfinde ihn nicht als störend, doch ein weiteres (und doch noch um einiges größeres) Gerät am Körper zu tragen, schreckt mich bislang doch sehr ab. Ich bin zufrieden, wenn ich nach dem Insulinspritzen meine Pens in meinem Täschchen verstauen kann und meinen Körper danach wieder für mich habe – ohne dass ich an einen Katheter mit seinem Schlauch (in dem ich mich bestimmt permanent verheddern würde) und den besten Aufbewahrungsort für die dazugehörige Pumpe denken muss. Weiterlesen