Süß, happy und fit

Echte Geschichten aus meinem bewegten Leben mit Typ-1-Diabetes


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Zwei Wochen lang Diabetes simulieren – Was kriegt man dabei wohl mit?

Heute bin ich auf ein Experiment aufmerksam geworden, das Imke vom Nachbarblog „Diabetes durch zwei“ plant. Sie will zwei Wochen lang ihren Blutzucker messen und „spritzen“ als sei sie selbst Diabetikerin, um besser zu verstehen, wie sich das Leben mit Diabetes anfühlt. Nun, ich habe da ein paar Aufgaben für sie…

Imke hat keinen Diabetes, bloggt aber darüber. Sie beschäftigt sich als Lebenspartnerin eines Typ-1-Diabetikers auf ihrem Blog mit der Angehörigen-Perspektive, die bekanntlich auch mich so sehr interessiert, dass ich ein Buch darüber schreiben möchte. Nun möchte sie also die reine Angehörigen-Perspektive verlassen und (zumindest soweit das möglich ist, wenn man selbst eine funktionierende Bauchspeicheldrüse hat) selbst erleben, was es bedeutet, täglich mehrmals den Blutzucker zu messen, sich selbst eine Spritze zu setzen und dabei möglicherweise von anderen beobachtet zu werden. Weiterlesen


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Interviewpartner für mein Buchprojekt gesucht!

Knapp ein Jahr ist es her, dass ich für den Focus Diabetes eine Titelgeschichte zum Thema „Diabetes und Angehörige“ geschrieben habe. Weil es immer noch nur wenig Ratgeberliteratur für die Angehörige von Menschen mit Diabetes gibt (neuerdings gern „Typ-F-Diabetiker“ genannt, wobei „F“ für „Familie/Freunde“ steht), möchte ich ein Buch schreiben – und suche auf diesem Wege Interviewkandidaten, die sich mit ihrer persönlichen Geschichte von mir portraitieren lassen möchten.

Das inhaltliche Konzept für das Buch steht, ein Verlag ist gefunden, nun geht es also los. In meinem Buch möchte ich Menschen portraitieren und anhand ihrer persönlichen Geschichten bestimmte Facetten des Lebens mit Diabetes thematisieren – und wie es sich für die Angehörigen von Diabetikern (Typ-1 ebenso wie Typ-2) anfühlt, Teil dieses Lebens mit einer chronischen Erkrankung zu sein. Jedes Portrait wird dann durch ein Expertenstatement ergänzt. Weiterlesen


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Ja, ich darf das essen. Aber ist es auch wirklich schlau?

Mit diesem Beitrag werde ich mich vielleicht bei dem einen oder anderen Typ-1-Diabetiker unbeliebt machen. Es geht darum, was wir essen „dürfen“ und was nicht.

Ich weiß, dass vielen von uns reflexartig die Hutschnur hochgeht, wenn sie die beiden Wörter „Essen“ und „dürfen“ auch nur zusammen in einem Satz sehen. Weil solche Sätze häufig von Menschen kommen, die keine Ahnung von Typ-1-Diabetes haben, unsere Form der Stoffwechselstörung munter mit Typ-2-Diabetes in einen Topf werfen und ihr geballtes Halbwissen dann gern mit erhobenem Zeigefinger kundtun: „Das darfst du aber gar nicht essen, da ist doch Zucker drin!“ Weiterlesen


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Darf ich vorstellen? Mein neuer Alltagsbegleiter, das Fitnessarmband

Zum Geburtstag habe ich dieses Jahr von meinem Mann unter anderem ein Fitnessarmband von Fitbit geschenkt bekommen. Das hatte ich mir gewünscht – und zwar, obwohl ich doch eigentlich nicht so drauf stehe, ständig irgendwelche Gerätschaften an meinem Körper herumzutragen (Stichwort Insulinpumpe) und meist noch nicht einmal eine Armbanduhr trage.

Mein Sinneswandel kam so: Christoph hat seit einer Weile eine neue Pulsuhr. Nicht sein Wunschmodell, aber eines, das es als Angebot im Tausch gegen Prämienmeilen bei einer Fluggesellschaft gab. Diese neue Pulsuhr (wenn ich mich jetzt grad im Modell nicht täusche, ist es die Tomtom Runner 2 Cardio GPS) misst nicht nur den Puls und trackt die Laufstrecken, sondern sie zählt im Alltag auch Schritte und Schlafstunden. Christoph konnte mir also jeden Tag stolz mitteilen, wie viele Schritte er schon gelaufen ist. An Trainingstagen kamen da ganz erstaunliche Summen zusammen – oder er bat mich nach einem langen Bürotag ohne sportliche Aktivität, noch einmal mit eine Runde um den Block spazieren zu gehen, damit er seine obligatorischen 10.000 Schritte pro Tag erreicht. Weiterlesen


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Mein Diabetes wird sechs Jahre alt: Erinnerungen an einen komischen Tag

Es gab in meinem Leben bislang zwei Tage, an denen mir schlagartig klar wurde, dass ab jetzt nichts mehr so sein würde wie zuvor. Zum einen den Tag, an dem ich erfuhr, dass ich schwanger war. Und zum anderen den Tag, an dem ich die Diagnose Typ-1-Diabetes erhielt. Letzteres ist heute sechs Jahre her – und ich kann meinem Beitrag zum 5. Geburtstag vom Vorjahr eigentlich nichts hinzufügen. Deshalb veröffentliche ich ihn heute noch einmal.

Heute ist der sechste Jahrestag meiner Diabetes-Diagnose. Der 30. März 2010 hat sich in meine Erinnerung eingebrannt wir kaum ein anderer Tag, und deshalb möchte ich heute einmal zurückblicken. Ich war gerade 40 Jahre alt geworden und hatte diesen runden Geburtstag mit ein bisschen Verspätung auch groß gefeiert. Mich plagte neben einer ganz leichten Midlife-Crisis nur ein hartnäckiger Husten, dem mit den üblichen Hausmitteln einfach nicht beizukommen war. Am Montag nach der Feier ging ich also zu meinem Hausarzt, um meine Lunge abhören und mir etwas Stärkeres gegen meinen Husten verschreiben zu lassen. Bei der Gelegenheit wollte ich ihm auch den komischen Computerbrief vom Roten Kreuz zeigen, der nach dem Blutspendetermin ins Haus geflattert war. Weiterlesen


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#DBW 2016 Osteredition: Sorry, mein Diabetes ist einfach kein Fashion Victim

diabetes-blog-woche

 

Es ist mal wieder Zeit für eine Diabetes-Blogwoche, die ganz im Zeichen von Ostern, Frühling und Farbenfreude steht.

Und so lautet das gesetzte Thema denn auch: „Wie verschönert ihr Eure Diabetes Devices? Erlaubt ist, was gefällt… oder It´s hip to be square. Zeigt uns eure Styles in Sachen Diabetes, eure besten Bastelanleitungen und liebsten Onlineshops.“ Weiterlesen


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Mit Hack gefüllte Kugel-Zuchini in Tomatensauce… Mjam…

Ich liiiiiiieeeeeeebe Zuchini. In allen Formen, in allen Varianten, in allen Lebenslagen. Neulich gab es in der Gemüseabteilung Kugel-Zuchini – und die eignen sich hervorragend zum Aushöhlen und Füllen mit Hackfleisch. Im Ofen auf Tomatensauce gegart ergibt das eine tolle Low Carb- bzw. LOGI-Mahlzeit.

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Warum mich das neue CGM-System Eversense nicht neugierig macht

Ein Implantat, das kontinuierlich den Gewebezucker misst und die Daten an das Smartphone sendet, ist zwar prinzipiell eine tolle Idee. Aber das System „Eversense“, das die Firma Senseonics aktuell in der Pipeline hat, hat für meinen Geschmack noch ein paar gravierende Macken.

Vor einer Weile wurde beim Roche Mediendialog das neue CGM-System „Eversense“ vorgestellt. Eigentlich lasse ich mir die Medien- und Blogger-Events von Roche Diagnostics nur ungern entgehen, doch in diesem Jahr war ich zum Zeitpunkt des Events zur Laufreise in Andalusien und konnte nicht teilnehmen. Schade eigentlich, denn in diesem Jahr stellte Roche etwas ganz Neues vor: den implantierbaren Glukosesensor Eversense mit dem dazugehörigen Transmitter und der Smartphone-App. Das System stammt zwar nicht aus dem Hause Roche selbst, doch das Unternehmen ist finanziell an der Firma Senseonics beteiligt und wollte das Blogger-Event offenbar dazu nutzen, das neue CGM-System der überwiegend sehr technikbegeisterten Blogger-Community vorzustellen. Weiterlesen


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Zurück von meiner Laufreise: Und? Wie war’s denn so?

Zwei Ladungen Wäsche (überwiegend Sportklamotten und Socken) sind schon durch. Christoph hat keinen Bedarf, seine Muskeln auszuruhen und läuft schon wieder. Und ich mache mir Gedanken, was für ein Fazit ich nun aus meiner ersten Laufreise ziehen soll.

Wir sind wieder zu Hause. Ein letzer Strandspaziergang, bei dem wir einen kleinen Vorrat Sonnenstrahlen anlegen konnten, dann hieß es gestern Nachmittag: „Hasta luego, Andalucía!“ Ja, Andalusien hat uns ganz sicher nicht zum letzten Mal gesehen. Ob wir diesem wunderschönen Flecken Erde den nächsten Besuch wieder im Rahmen einer Laufreise abstatten werden, wissen wir noch nicht. Aber der Aktivurlaub hat uns beiden sehr gut gefallen – ausgeschlossen ist es also nicht. Weiterlesen


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Laufreise, Tag 10: Heut hab ich Rücken und schreibe deshalb über Essen und Insulin

Einmal falsch bewegt beim Hütchen-Hüpfen, und schwups war’s das für heute. Der Rücken ziept und braucht Wärme. Die Laufschuhe dürfen heute auslüften, und ich schreibe mal über meine Ernährung und Insulinanpassung während dieses Urlaubs.

Mein Rücken ist normalerweise nicht anfällig für die typischen Zipperlein, die Büromenschen gern plagen. Aber irgendwann ist halt immer auch ein erstes Mal. Und so kam es, dass ich heute morgen beim Frühsport am Strand beim Hütchen-Hüpfen ungünstig (vermutlich im Hohlkreuz, dazu neige ich leider ein bisschen) wieder auf dem Boden landete und auf einmal einen fiesen Schmerz im unteren Rücken – Iliosakralgelenklendenwirbelsäuleirgendwosodiesegegend – spürte, der mich seither treu begleitet.  Weiterlesen