Süß, happy und fit

Echte Geschichten aus meinem bewegten Leben mit Typ-1-Diabetes


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„Meine Oma hat auch Diabetes…“ ist für mich kein Spruch zum Aufregen mehr

Für viele von uns Typ-Einsern ist der Spruch „Meine Oma hat auch Diabetes…“ der Inbegriff des Unverstandenseins. Denn meist hat die besagte Oma einen Typ-2-Diabetes, der sich mit unserem Typ-1 nun einmal nur bedingt vergleichen lässt. Doch was ist, wenn das gar nicht stimmt und die Oma vielleicht ebenfalls Typ-1-Diabetes hat?

Ich frage das aus gutem Grund. Denn immerhin bin ich selbst seit gut einem Jahr Oma, und habe natürlich weiterhin Typ-1-Diabetes. Am vergangenen Freitag waren wir zur ersten Geburtstagsparty meiner Enkelin eingeladen, verputzten Kuchen, schwenkten Wunderkerzen, sangen im Kanon und übten mit der Kleinen, wie man mit der Kugelbahn spielt – natürlich ein pädagogisch wertvolles Oma-Geschenk.  Weiterlesen


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Jahresrückblick 2017: Von Diabetes über Schilddrüse, Rennradsturz und Kongressen bis zum Buchmanuskript

Meine gestrige Bilanz nach 3 Tagen Demo-Pod ist dieser Tage ein bisschen mau. Zum Jahresende müssen 365-Tages-Bilanzen her, basta. Ich finde es schön, noch einmal zurückzublicken und die Ereignisse eines Jahres in Worten zusammenzufassen. Man vergisst ja so vieles unterwegs… In diesem Sinne: Hier meine Hoch- und Tiefpunkte in meinem (Diabetes-)Jahr 2017!

In Sachen Gesundheit gab es 2017 bei mir leider ein paar unschöne Entwicklungen. So wurde bei mir im April eine Schilddrüsenüberfunktion festgestellt, wie sie typisch für den Start einer Hashimoto-Unterfunktion ist. Es folgten Termine beim Endokrinologen und beim Diadoc zur beinahe monatlichen Blutentnahme, verschiedene Antikörpertests und Ultraschalluntersuchungen sowie zunächst viel Hin und Her zwischen den beiden Verdachtsdiagnosen Morbus Basedow und Hashimoto. Weiterlesen


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Raus aus der Tabuzone: Wir reden jetzt über Diabetes und weiblichen Zyklus!

Ich bin sehr dankbar, dass Tine beim Diabetes Barcamp eine Session zum Thema „(Bloody) Hell?! – Diabetes und Zyklus“ angeregt hat. Denn auf diesem Gebiet ergibt sich für mich persönlich dank Hormonspirale, Schilddrüsenerkrankung und möglicherweise anstehenden Wechseljahren aktuell gerade eine ganze Reihe von Fragen.

Es ist noch nicht lange her, da schilderte ich hier unter dem Titel „50 Shades of Sweat“ , mit welchen verschiedenen Sorten von Schweißausbrüchen ich es neuerdings zu tun habe. Meine Situation damals: Meine Schilddrüse verabschiedete sich gerade langsam aus ihrer vorübergehenden Überfunktion, wie sie für eine Hashimoto-Unterfunktion zu Beginn typisch ist. Eine überaktive Schilddrüse kann einem gelegentlich heftige nächtliche Hitze-Flashs und damit verbundene Schweißausbrüche bescheren. Parallel dazu hatte ich mir im Sommer bei meinem letzten Gynäkologen-Termin turnusmäßig meine Hormonspirale ziehen lassen, mit der ich in den vergangenen fünf Jahren verhütet hatte. Weiterlesen


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Panikattacke auf der Köhlbrandbrücke – oder: Tiefkühl-LKW-Fahren und andere stressige Jobs nach der Diagnose Typ-1-Diabetes

Ihr erinnert euch vielleicht an das Diabetestäschchen, das ich vom Diabetes-Barcamp mitgebracht hatte und für das ich keine Verwendung hatte. Ich habe es dem treuen Blogleser Thomas vermacht, der sich von allen Interessenten am schnellsten gemeldet hatte. Es gingen ein paar E-Mails hin und her, in denen sich herausstellte, dass Thomas einen Job hat, von dem einem bei Typ-1-Diabetes eigentlich dringend abgeraten wird. In einem Gastbeitrag erzählt er davon.

Hiermit erteile ich das Wort also Thomas alias @lowsugaralien!

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Die liebe Antje Thiel von @suesshappyfit hat mich also um einen Gastbeitrag gebeten. Ich denke zwar, es gibt nicht viel zu erzählen über einen Mann, der drölfzig Jobs in einer kleinen 4-Mann-Firma ausübt. Aber nun denn, ich gebe mein bestes um hier dem „journalistischen Standard“ gerecht zu werden. 🙂 Weiterlesen


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Ist Diabetes Typ F eigentlich ein eigenständiges Krankheitsbild?

In der Diabetes-Community steht „Diabetes Typ F“ für Freunde und Familie, also die Angehörigen und Lebenspartner bzw. -partnerinnen von Menschen mit Diabetes. Mein Typ-F-ler heißt Christoph – und so langsam mache ich mir Gedanken…

Christoph hat meinen Diabetes mittlerweile sehr verinnerlicht. So hat er zum Beispiel meine Lantus-Zeit, sprich wenn ich um 21:30 Uhr mein Basalinsulin spritzen muss, total verinnerlicht. Wenn ich ihn also gegen 21:15 Uhr nach der Uhrzeit frage, antwortet er mit hoher Wahrscheinlichkeit: „Es ist viertel vor Lantus!“. Weiterlesen


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„Brief an mein jüngeres Ich“: Brainstorming für ein neues Projekt beim Diabetes-Barcamp

Stell dir einmal vor, du solltest einen Brief an dein jüngeres Ich schreiben, in dem du ihm mit deinem Wissen von heute Ratschläge für den Umgang mit dem Diabetes und dem Leben überhaupt gibst. Was würdest du dir selbst schreiben? Dies ist die Projektidee, die ich beim Diabetes-Barcamp in Frankfurt vorstellte und die zum Glück auf sehr positives Feedback stieß.

Ich hatte vor einer Weile schon einmal über das Diabetes-Barcamp geschrieben und euch meine Eindrücke von dem Diabetes-Täschchen von Mysugarcase geschildert. Doch es gibt noch eine Menge mehr darüber zu erzählen. Denn möglicherweise wurde dort mein nächstes größeres Projekt geboren – und ich würde mich riesig freuen, wenn etliche Leserinnen und Leser dabei mitmachen würden. Um was geht es dabei?

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Handfeste Ausbeute beim Diabetes-Barcamp: Ein Täschchen von Mysugarcase

Es ist in den vergangenen anderthalb Wochen schon so einiges über das großartige Diabetes-Barcamp in Frankfurt geschrieben worden. In allen Blogbeiträgen*, die ich gelesen habe, wurde der mentale Gewinn in den Vordergrund gestellt. Ihr wisst schon: Dinge dazugelernt, mit interessanten Leuten gesprochen, die Community gestärkt. Alles komplett zutreffend und toll.

Doch was bislang in der allgemeinen Begeisterung unter den Tisch gefallen ist: Es gab auch handfeste Beute beim Barcamp. Und zwar in Form eines schicken Diabetes-Täschchens von Mysugarcase, passend zum Anlass mit dem Logo der Blood Sugar Lounge bestickt, das bei jedem Teilnehmenden im Stoffbeutel steckte. Und dieses Täschchen habe ich nun einmal genauer unter die Lupe genommen. Weiterlesen


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50 Shades of Sweat: Es gibt weit mehr als nur eine Art zu schwitzen!

Sweat, baby, sweat… Ich schwitze, wenn mir heiß ist, wenn ich Sport treibe, wenn ich eine Hypo habe oder wenn ich nervös bin. So weit, so bekannt. Doch seit meine Schilddrüse verrückt spielt, produziert sie manchmal nächtliche Schweißausbrüche, und außerdem bahnen sich die Wechseljahre mit sanften Hitzewallungen an. Ok, das sind nur 6 Sorten, aber trotzdem ist es an der Zeit, sich mit den verschiedenen Arten zu schwitzen zu beschäftigen!

Nur unbedarfte Zeitgenossen sind so naiv zu glauben, dass Schwitzen ausschließlich der Temperaturregelung des Körpers dient. Klar, so ein Schweißausbruch kann natürlich daran liegen, dass man gerade in der Sauna hockt oder sich versehentlich in der Sahara verlaufen hat. Aber es kann noch viele weitere Gründe haben, warum einem auf einmal der Schweiß aus allen Poren rinnt. Bei mir sind in letzter Zeit zwei neue Gründe dazugekommen – und deshalb möchte ich einmal beschreiben, wie ich die verschiedenen Arten zu schwitzen auseinanderhalte. Weiterlesen


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Gedanken vor der Bundestagswahl: Warum ich das System PKV einfach nur Scheiße finde

Selbstständig und beruflich durchaus erfolgreich – damit wäre ich eigentlich eine typische Kandidatin für die private Krankenversicherung. Wenn da nicht mein Typ-1-Diabetes wäre. Mit dieser Vorerkrankung will mich nämlich keine PKV als Mitglied aufnehmen. Ich habe einmal darüber nachgedacht, was mich an dieser Tatsache so alles stört.

Morgen in einer Woche wird ein neuer Bundestag gewählt. Die Gesundheitspolitik spielt im Wahlkampf keine besonders große Rolle und wird sicherlich auch in den Koalitionsverhandlungen nicht den Ton angeben – obwohl die Konzepte der aussichtsreichen Parteien für die Zukunft unseres Gesundheitssystems deutlich auseinanderklaffen. Grob gesagt: Geht es nach CDU/CSU und FDP, bleibt das bisherige duale System aus gesetzlicher und privater Krankenversicherung erhalten. SPD, Grüne und Linke wiederum wollen es durch eine Bürgerversicherung mit Pflichtmitgliedschaft für alle ersetzen. Private Krankenversicherer sollen nach diesen Plänen allenfalls Zusatzversicherungen anbieten dürfen. Wer es genauer wissen möchte, kann hier die Wahlprogramme der Parteien studieren. Weiterlesen


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Mit dem Optomap bis hinter die Linse geschaut – und Halleluja: „Ihre Augen sind komplett gesund!“

Einmal im Jahr sollte jeder Diabetiker zum Augenarzt, um seine Netzhaut auf zuckerbedingte Veränderungen untersuchen zu lassen. Ich gebe zu: Im vergangenen Jahr habe ich in diesem Punkt geschlampt und es versäumt, einen Termin zu vereinbaren. Zum Glück gab es trotzdem beim heutigen Check keine schlechten Nachrichten. Und da ich seit ein paar Jahren für die Netzhautuntersuchung den Optomap für mich entdeckt habe, blieben mir auch die blöden Augentropfen zur Pupillenerweiterung erspart.

Was habe ich diese Termine in der Vergangenheit gehasst! Als Kurzsichtige waren jährliche Netzhautuntersuchungen für mich auch vor der Diagnose Typ-1-Diabetes schon Pflicht. Und das bedeutete jedes Mal: laaaaaannnnngggeeeeeee im Wartezimmer sitzen, sich immer wieder Augentropfen einträufeln lassen, bis sich die Pupillen auf Untertassengröße erweitert haben, und dann ab ins Untersuchungszimmer. Dort leuchtete der Augenarzt mit einer Speziallampe durch die künstlich erweiterten Pupillen, deren erschlaffter Muskel sich nicht mehr gegen die heftigen Lichtreize wehren konnte. Unangenehm. Weiterlesen