Süß, happy und fit

Echte Geschichten aus meinem bewegten Leben mit Typ-1-Diabetes


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Serie über Diabetes-Selbsthilfe, Teil 1: Warum sind Selbsthilfegruppen nicht so cool wie die Community?

Ein Stuhlkreis in einem schäbig möblierten Seminarraum, auf einem Tisch steht ein Teller mit zuckerfreien Keksen, das Wort ergreift ein waschechter Vereinsmeier älteren Semesters – das ungefähr stellen sich viele jüngere Typ-Einser unter einer Selbsthilfegruppe vor. Sie bevorzugen für den Erfahrungsaustausch die Diabetes-Community mit ihren Blogs, Tweetchats und regionalen Stammtischen. Ich bin also einmal der Frage nachgegangen, ob man Selbsthilfe und Community nicht besser miteinander verquicken kann.

Die klassische Selbsthilfe hat ein Imageproblem. Viele jüngere Typ-Einser verbinden mit ihr langweilige Treffen, bei denen man in einem Stuhlkreis in einem schäbig möblierten Seminarraum herumsitzt und gemeinsam langweiligen Vorträgen lauscht – garniert mit faden zuckerfreien Keksen und einer ordentlichen Portion Vereinsmeierei. Bäh. Da schließt man sich doch lieber verschiedenen Facebook-Gruppen an, folgt Diabetes-Blogs und besucht Community-Events um sich über seinen Diabetes auszutauschen und von den Erfahrungen anderer zu profitieren. Doch müssen Selbsthilfe und Diabetes-Community wirklich zwei so verschiedene Welten sein? Beim Diabetes-Barcamp am 22. September 2018 in Frankfurt gab es gleich zwei Sessions, in denen über die Bedeutung der Selbsthilfe und ihr Verhältnis zur Diabetes-Community diskutiert wurde. Weiterlesen


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Auf dem Trampolin zeigt sich das wahre Alter eines Menschen

Die erste große Ungerechtigkeit dieses neuen Jahres begab sich in einer Trampolinhalle. Meine beiden Nichten Antonia und Mathilda waren zu Besuch, und ich wollte ihnen ein erinnerungswürdiges Unterhaltungsprogramm bieten. Also besuchten wir eine dieser Indoor-Trampolinhallen, in denen man auf mehreren tausend Quadratmetern Trampolin springen, Slam Dunks trainieren und sich mit Schwung in ein großes Becken mit Schaumstoffwürfeln katapultieren kann.

Und genau dort bekam meine eigentlich sehr positive Einstellung zu meinem Lebensalter einen Dämpfer versetzt. Eigentlich hadere ich ja überhaupt nicht mit meinem Alter. Weder störe ich mich ernstlich an meinen Lachfältchen, noch am Winkefleisch der Oberarme oder an den Dehnungsstreifen auf meinem Bauch. Diese Dinge sind halt so, wie sie sind. Und graue Haare kann ich färben, wenn sie mich nerven. Dafür mag ich sehr, dass ich deutlich gelassener durch’s Leben gehe als in meinen Zwanzigern. Und dank meiner sportlichen Aktivitäten, die ich erst in den verganenen Jahren ausgebaut habe, bin ich heute mit knapp 49 Jahren körperlich sogar wesentlich fitter als mit 25. Zumindest was Muskelkraft und Ausdauer angeht.

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Kinners, wie die Zeit vergeht! Das war mein (Diabetes-) Jahr 2018

Mein Jahr 2018 war in vielerlei Hinsicht ein ziemlich bewegtes und aufregendes. Vielleicht habt ihr ja Lust, es gemeinsam mit mir Revue passieren zu lassen…

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Endlich echte Freude am Laufen – Bericht von meinem ersten Halbmarathon in Amsterdam

Mein erster Halbmarathon in Amsterdam am 21. Oktober liegt nun zwar schon über zwei Monate zurück, doch ich kann unmöglich das Jahr 2018 verstreichen lassen, ohne hier von diesem sportlichen Highlight berichtet zu haben. Denn erst im Laufe des Frühjahrs habe ich so viel Freude am Laufen gefunden, dass ich Lust auf die Herausforderung hatte, gut 21 Kilometer am Stück zu laufen.

Diese neue Lust am Laufen hat mich selbst einigermaßen überrascht. Denn zum einen habe ich überhaupt erst etwas später im Leben mit meiner Diagnose Diabetes überhaupt ein wenig Leidenschaft für Sport entwickelt. Und trotz meiner neu erwachten Liebe zu Bewegung und Training war ich nicht sonderlich ambitioniert. Läufe jenseits der 10 Kilometer gehörten eigentlich nicht zu den Dingen, die mir wirklich Spaß machen. Und um meine persönlichen Grenzen zu verschieben, reichte mein Ehrgeiz schlicht nicht aus. Oder der Schweinehund machte mir einen Strich durch die Rechnung. Ich hatte also immer wieder gute Gründe, nicht allzu weit zu laufen, weder im Training, noch im Wettkampf. Weiterlesen


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Nicht deftig, sondern leicht und lecker: Grünkohl-Salat nach dänischer Art

Im Lipperland aufgewachsen, seit beinahe drei Jahrzehnten wohnhaft in Norddeutschland – und trotzdem bin ich eigentlich kein besonderer Fan von Grünkohl. Mit der typischen Kombination aus weichgekochtem Grünkohl mit Kohlwurst oder Kasseler, Kartoffeln und Senf kann man meine Augen also nicht wirklich zum Leuchten bringen. Doch nun habe ich gelernt, dass man Grünkohl auch anders zubereiten kann: nämlich als leckeren Salat mit Äpfeln, Nüssen und Trockenfrüchten.

Die Bekanntschaft mit dieser frischen Variante der Grünkohl-Zubereitung habe ich bei meinem Besuch in der Zentrale von Novo Nordisk vor zwei Wochen in Dänemark gemacht, über den ich euch hier berichtet hatte. Ich glaube, auf jedem der leckeren Buffets, mit denen wir dort verwöhnt wurden, stand ein Grünkohl-Salat. Was mich zu der Annahme brachte, dass Grünkohl in der Küche Dänemarks ebenfalls einen hohen Stellenwert genießt, aber eben gern anders zubereitet wird. Weiterlesen


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It wasn’t the carbs… Mein kleiner Beitrag zum DEEP talk bei Novo Nordisk in Kopenhagen

In meinem Leben ist es bislang nicht allzu oft vorgekommen, dass man man mir ein Mikrofon ans Ohr geklemmt und mich für eine zehnminütige Rede auf die Bühne geschickt hat. Doch bei Novo Nordisk war man der Meinung, dass ich interessante Einblicke in den Alltag mit Diabetes bieten kann – und so habe ich am Montag in der Firmenzentrale in Dänemark vor anderen Patientenvertretern und vor Angestellten des Pharmaunternehmens ein wenig darüber erzählt, welche Faktoren den Blutzucker beeinflussen können – denn es sind nun einmal nicht immer die Kohlenhydrate.

Wer diesem Blog auch auf Facebook folgt, hat es vielleicht schon mitbekommen: Ich war mal wieder unterwegs, und zwar dieses Mal auf Einladung von Firma Novo Nordisk nach Kopenhagen (siehe Disclaimer am Ende des Blogbeitrags). Seit einer Weile sucht das Unternehmen den intensiveren Austausch mit Menschen mit Diabetes und hat dafür das „Disease Experienced Expert Panel“ (DEEP) ins Leben gerufen. Am Montag fand nun der erste „DEEP talk“ statt, zu dem Patientenvertreter aus aller Welt nach Kopenhagen eingeflogen wurden um in jeweils zehn Minuten Einblicke in den Alltag mit Diabetes zu vermitteln. Dreh- und Angelpunkt waren „Mealtime challenges“, also sämtliche Herausforderungen, denen Menschen mit Diabetes im Zusammenhang mit Essen begegnen. Weiterlesen


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Hautreaktionen auf das Freestyle Libre: AKdÄ informiert über Kontaktallergien und ihre Ursachen

Heute hat die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AKdÄ) eine Bekanntgabe zu Kontaktallergien nach Verwendung des Freestyle Libre im Deutschen Ärzteblatt veröffentlicht. Die verantwortliche Substanz ist vermutlich Isobornylacrylat (IBOA).

Ich persönlich vertrage den Sensor ja sehr gut und habe auch sonst keine Probleme mit dem Freestyle Libre. Trotzdem hatte mich hier schon verschiedentlich mit dem Thema Hautreizungen auseinandergesetzt. Im April 2016 etwa mit der Frage, ob der Hersteller bei Hautreaktionen haftbar gemacht werden kann, und im August 2017 mit dem Thema Acrylate als mögliche Auslöser für die heftigen allergischen Reaktionen, die doch bei einem erheblichen Teil der Anwender auftreten. Nun gibt es also neue Informationen, die für all jene wichtig sein dürften, die mit nässenden und juckenden Ekzemen auf den Sensor und seine Bestandteile reagieren. Weiterlesen


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Weltdiabetestag 2018: Immer was zu lachen, dem Diabetes sei Dank!

Heute ist der Geburtstag des Insulin-Entdeckers Frederick Banting, der am 14. November 1891 das Licht der Welt erblickte. Zu seinen Ehren feiern wir heute den Weltdiabetestag, auch wenn einem mit Diabetes im Alltag nicht immer nach Feiern zumute ist.

WDD2018-16.9.pngIlka, Sascha und Saskia vom Diabetes Beachclub, aka die Unermüdlichen, haben sich zu diesem Anlass eine Blogparade ausgedacht. Die lustigsten Geschichten, die wir mit unseren Freunden oder Familien in Bezug auf den Diabetes bislang erlebt haben, sollen wir zum Besten geben. Weiterlesen


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DDG-Medienpreis: Herzlichen Glückwunsch an alle Preisträgerinnen!

Gestern hat die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) im Rahmen ihrer Herbsttagung die DDG- Medienpreise 2018 verliehen. Und unter den drei Kolleginnen und einem Kollegen, die mit den Preisen in den Kategorien Print, Hörfunk, TV und Online geehrt wurde, tauchten doch glatt ein paar bekannte Gesichter auf!

So prämierte die DDG in der Kategorie Print ein mehr als 30-seitiges Themenspezial von Eileen Stiller in Ausgabe 3.2017 des Focus Diabetes. In dem klasse umgesetzten Beitrag geht es um moderne Diabetesmedikamente: Für wen kommen welche Medikamente infrage? Wie wirken sie? Welche Nebenwirkungen kann es geben? Was muss der Patient bei der Einnahme beachten? Weiterlesen


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Alle mal herhören: Neuigkeiten zur Verfügbarkeit und Kostenerstattung beim Freestyle Libre 2!

Heute kam mir brandaktuell eine Pressemitteilung von Abbott reingeflattert, deren Inhalt viele von euch vermutlich ebenso sehr interessiert wie mich. Die wichtigste Info lautet: Mit TK, Barmer, DAK Gesundheit und AOK Bayern haben bereits die größten gesetzlichen Krankenkassen zugesagt, die Kosten für das Freestyle Libre 2 zu erstatten.

Damit ist dann hoffentlich Schluss mit den vielen wilden Spekulationen in den diversen Facebook-Gruppen. Da konnte man in den vergangenen Tagen nämlich so einige Dinge lesen, die doch schon sehr an abstruse Verschwörungstheorien erinnerten. Etwa, dass die gesetzlichen Krankenkassen sich zunehmend aus der Kostenerstattung beim Freestyle Libre zurückziehen (?) oder nicht interessiert an einer Kostenerstattung für das Freestyle Libre 2 interessiert sind (??), weil es sich für sie nicht rentiert (???). Diese oder ähnliche Sachen wollen einzelne Gruppenmitglieder von ihrer Diabetesberaterin oder ihrem Diadoc gehört haben, die es natürlich aus verlässlicher Quelle erfahren haben. Ja nee ist klar. 🙂 Weiterlesen