Süß, happy und fit

Echte Geschichten aus meinem bewegten Leben mit Typ-1-Diabetes


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Vier Tage mit meiner Pumpe: Das läuft richtig super!

Nachdem im Laufe des Dezember erst meine Insulinpumpe und dann auch die erforderlichen Verbrauchsmaterialien geliefert wurden, war es am Montag dann soweit. Ich hatte einen Einzeltermin bei der Diabetesberaterin, bei dem wir die Pumpe anlegten, die vorläufige Basalrate einrichteten und ich mich mit den Basisfunktionen meiner externen Bauchspeicheldrüse vertraut machte.

Am Tag vor der Pumpenanlage hatte ich nur die Hälfte der gewohnten Dosis Lantus gespritzt, damit zum Start der Pumpentherapie möglichst kein Basalinsulin mehr an Bord ist. Am Montag selbst – mein Termin fand um 11:30 Uhr statt – gab es dann gar kein Lantus mehr. Wider Erwarten hatte das Ausschleichen von Lantus überhaupt keinen Effekt auf meine Glukosewerte. Ich hatte mir vorsorglich schon einmal ausgerechnet, wie stark sie mit weniger bzw. dann sogar gar keinem Lantus ansteigen könnten und wieviel kurzwirksames Liprolog ich dann in welchen Abständen spritzen müsste, um das fehlende Basalinsulin zu kompensieren. Doch Pustekuchen – die Glukosekurve dümpelte derart gerade vor sich hin, dass ich schon fast die Hoffnung hegte, dass allein die Aussicht auf eine Pumpe mich spontan vom Diabetes geheilt hatte.

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Dexcom G7 und Apple Watch: Die Tücken von „Direct to Watch“ beim Schwimmen

Eigentlich ist es beim Sport ja eine super Sache, wenn CGM-Sensor und Smartwatch eine direkte Verbindung haben, ohne dass das Smartphone in der Nähe ist. Beim Schwimmen kann ich damit trotzdem nicht so einfach mal eben nach den Glukosewerten schauen. Das liegt an Bluetooth, Brustschwimmen, Eigenheiten der Apple Watch und meiner nachlassenden Sehkraft.

Und weil das Checken der Glukosewerte im Wasser nicht ohne Akrobatik oder akute Ertrinkungsgefahr funktioniert, habe ich einmal ChatGPT gebeten, ein fotorealistisches Bild der Szenerie „Antje im Badesee, wie sie angestrengt versucht, die Glukosewerte auf der Apple Watch zu checken“ zu zeichnen. Mit ebenfalls nur mäßigem Erfolg, wie ihr weiter unten sehen könnt… 🙂

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Dexcom G7 vx. FreeStyle Libre 3: Meine Bilanz nach 8 Monaten

Anfang November 2024 bin ich nach 10 Jahren vom FreeStyle Libre 3 (FSL3) zum Dexcom G7 gewechselt. Und bevor die Erinnerung an das vorige System ganz verblasst, hier mein subjektiver Vergleich der beiden Glukosesensoren. Kleiner Spoiler vorweg: Ich habe den Wechsel nicht bereut!

Den Anstoß für meinen Entschluss hatte meine Teilnahme an einer Sensorstudie Ende September 2024 am Zentrum für Sportwissenschaft der Universität Bayreuth (BaySpo), über die ich hier bereits ausführlich berichtet hatte. Zum Glück hatte meine Krankenkasse die Verordnung für das neue System anstandslos und in Lichtgeschwindigkeit durchgewunken, sodass ich nur wenige Wochen später mit meinem ersten regulären G7 starten konnte.

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CGM-Studie an der Uni Bayreuth: Welcher Sensor misst am besten?

Unsere diesjährige IDAA-Mitgliederversammlung fand in am Zentrum für Sportwissenschaft der Universität Bayreuth (BaySpo) statt. Wir konnten dort an einer Studie teilnehmen, in der die Messgenauigkeit von vier drei verschiedenen Glukosesensoren unter Alltagsbedingungen und bei sportlicher Belastung verglichen wurde. Im Verlauf der sieben Tage, in denen neben meinem eigenen Sensor drei weitere an meinen Armen klebten, reifte dann auch mein Entschluss, zum Dexcom G7 zu wechseln.

Angeschoben wurde die Studie von der IDAA-Vorsitzenden Ulrike Thurm und Prof. Othmar Moser vom BaySpo. Für mich war es das erste Mal, dass ich an einer wissenschaftlichen Studie teilgenommen habe. Es ging damit los, dass wir alle wirklich pünktlich am Freitag, den 27.9.24 nachmittags um 14 Uhr in Bayreuth sein mussten, damit nach einer Einweisung in den Studienablauf alle Teilnehmenden zeitgleich ihre Sensoren starten und auf diese Weise vergleichbare Daten produzieren. Für uns Nordlichter hieß das: einen Tag Urlaub nehmen, Aufstehen um 5:30 Uhr, Abfahrt um 6:00 Uhr, Frühstück unterwegs im Auto und dann Hoffen auf eine staufreie Fahrt. Aber was tut man nicht alles für die Wissenschaft!

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Tada! Zehn Jahre Freestyle Libre!

Kinners, wie die Zeit vergeht… Dieses Jahr ist es sage und schreibe schon zehn Jahre her, dass Abbott mit seinem Glukosesensor die Diabetesszene aufmischte. Als Journalistin, die regelmäßig über die kontinuierliche Glukosemessung mit dem Libre und anderen Sensoren schreibt, bekam ich neulich daher ein Jubiläumsgeschenk. Ironie des Schicksals: Da hatte ich mich just entschieden, zu Dexcom zu wechseln.

Als der UPS-Fahrer klingelte und mit einem riesigen Karton vor der Tür stand, war mein erster Gedanke: „Was hat Christoph denn da schon wieder bestellt?“ Denn ich wartete definitiv nicht auf die Lieferung eines Rasenmähers oder ähnlich dimensionierten Geräts. „Keine Sorge, das Paket ist ganz leicht!“, versicherte mir der Fahrer, der mir offenbar angesehen hatte, dass ich ein bisschen Sorge hatte, wie ich diese große Kiste wohl ins Haus tragen soll.

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Mit einem IDAA-Team bei der Vätternrundan 2024 – Teil 3

Last but not least berichtet uns heute mit Bianca nun auch die Dritte im Bunde von ihren Erfahrungen bei dem diesjährigen Radrennen rund um den Vätternsee. An dieser Stelle noch einmal herzlichen Glückwünsch an alle Finisher!

Ich bewundere Bianca wirklich dafür, wie zäh sie trotz diverser Widrigkeiten durchgehalten hat. Wirklich allerallerspätestens in dem Moment, in dem ihr Mann ihr 30 Kilometer vor dem Ziel mit dem Auto noch Ersatz-Equipment vorbeibrachte, hätte ich auf meinen Schweinehunds gehört. Der hätte mir nämlich garantiert nahegelegt, Regen und Kälte umgehend gegen ein warmes Plätzchen mit Sitzheizung zu tauschen. Aber lest selbst, was Bianca zu erzählen hat!

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Aufreger der Woche: Barmer stellt Zusatznutzen von CGM-Systemen infrage

Kontinuierliche Glukosemessung (CGM) hilft Menschen mit Diabetes, Hypo- und Hyperglykämien zu vermeiden. Sie verbessert die Stoffwechsellage. Sie erleichtert insbesondere Kindern die Teilhabe an normalen Aktivitäten. Das ist alles durch Studien belegt. Doch ausgerechnet eine gesetzliche Krankenkasse, die ihren Versicherten trotz mangelnder wissenschaftlicher Belege auch die Kosten für Homöopathie erstattet, zieht den Nutzen von CGM-Systemen nun in Zweifel.

Als ich gestern eine aktuelle Pressemitteilung der Barmer zu ihrem aktuellen Hilfsmittelreport in die Finger bekam, traute ich meinen Augen nicht. Darin fordert die Krankenkasse, dass „wichtige Medizinprodukte einer frühen Nutzenbewertung ähnlich wie Arzneimittel unterzogen werden“. So weit erst einmal nachvollziehbar. Doch noch im selben Absatz wurde es schräg – vor allem was die Begründung für die nächste Forderung anging, die Beschlüsse zur Nutzenbewertung sollten regelmäßig aktualisiert werden. Denn die widerspricht ganz klar der Alltagserfahrung von Menschen, die ein CGM-System nutzen, um auf Basis der erhobenen Daten im Alltag ihren Diabetes zu behandeln. Also z. B. Leute wie mich, die folglich gerade drei Kreuze machen, dass sie nicht bei der Barmer versichert sind.

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Gleich zwei Online-Seminare zum Thema Diabetes Typ F in nächster Zeit!

Ihr kennt mich ja eigentlich als Vertreterin des geschriebenen Worts. Doch in Kürze bin ich gleich zweimal als Referentin zu hören und sehen: Beim T1Day am 31.1.2021 und beim D>>Talk am 20.2.2021.

Beide Workshops rücken näher, ich bastele noch intensiv an den Vortragsfolien und mache mich mit der Technik vertraut. Wollt ihr euch die Termine notieren, damit ihr (wegen Corona natürlich nur als virtuelle Events) dabei sein könnt? Okay, dann zückt eure Bleistifte und Taschenkalender!

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Wenn der Sensor die Haut irritiert: Woran erkennt man eine allergische Kontaktdermatitis?

Meine Haut verträgt das Pflaster des Freestyle Libre-Sensors zum Glück prima. Allerdings weiß ich von vielen anderen Typ-Einsern, dass sie Probleme mit den Klebstoffen verschiedener CGM-Sensoren oder Katheter-Pflaster haben. Doch woran erkennt man, dass es sich um ein ernstes dermatologische Problem handelt?

Insulinpumpen und Systeme zur kontinuierlichen Glukosemessung können Lebensqualität und Therapieergebnisse von insulinpflichtigen Menschen mit Diabetes entscheidend verbessern. Allerdings führt ihre Nutzung häufig zu Hautreaktionen auf Klebstoffe in Pflastern oder Sensoren. Ich habe darüber schon 2016 hier auf dem Blog schon berichtet, etwa zu der Frage, ob Abbott als Hersteller für derartige Hautreaktionen haftet. Inzwischen haben sich glücklicherweise viele schlaue Leute mit dem Thema befasst. Beim DiaTec-Kongress etwa, der Anfang 2020 (vor Corona, also noch live und in Farbe in einem nach heutigem Empfinden geradezu unanständig und gefährlich überfüllten Vortragssaal) stattgefunden hat, erklärte die Hautärztin und Allergologin Dr. Stefanie Kamann aus Feldafing, selbst Mutter eines Jungen mit Typ-1-Diabetes, worauf man bei Hautirritationen achten sollten. Ihr Vortrag richtete sich in erster Linie an Diabetologen. Ich habe darüber in Ausgabe 7/8.2020 der Diabetes Zeitung der DDG berichtet. Doch auch betroffenen Typ-Einsern dürfte dieses Wissen helfen, weshalb ich den Artikel nun auch hier auf meinem Blog noch einmal veröffentliche.

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Veranstaltungstipp: 6 Online-Events mit Diabetes-Talk

Es ist nun schon echt lange her, dass ich einmal an einem analogen Diabetes-Kongress oder wie auch immer gearteten Event teilgenommen habe. Dank Corona sehen wir uns heutzutage nur noch via Zoom oder ähnlichen Videokonferenz-Plattformen. Doch eigentlich finde ich diese Entwicklung gar nicht so schlecht.

Denn bei Online-Veranstaltungen gibt es keine Teilnehmerbegrenzung, niemand muss von weit her anreisen und sich Gedanken darüber machen, wer möglicherweise die Reisekosten erstattet. Und im besten Fall kann man sich die gespeicherten Vorträge oder Präsentationen hinterher sogar noch einmal ansehen. Und auch wenn ich große Lust hätte, anderen Menschen mit Diabetes auch mal wieder leibhaftig zu begegnen, sind das tatsächlich Pluspunkte der digitalen Corona-Kultur, die uns hoffentlich auch nach der Pandemie erhalten bleiben werden.

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