Süß, happy und fit

Echte Geschichten aus meinem bewegten Leben mit Typ-1-Diabetes


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Bronx-Kind, Puerto-Ricanerin, Typ-1-Diabetikerin – und Richterin am Obersten Gericht der USA

Sonia Sotomayor hatte nicht gerade das, was man ideale Startvoraussetzungen nennt. In ihrer Autobiographie „Meine geliebte Welt“ schildert sie, wie sie sich trotzdem durchkämpfte, an einer Elite-Universität studierte und letztlich Richterin am „Supreme Court“ der USA wurde – und welche Rolle ihr Typ-1-Diabetes dabei spielte.

In den 1950er Jahren als Puerto-Ricanerin in der New Yorker Bronx aufzuwachsen, ist schon kein leichtes Schicksal. Sonia Sotomayor hatte außerdem noch einen alkoholkranken Vater, eine überarbeitete Mutter und seit frühester Kindheit auch einen Typ-1-Diabetes. Trotz (oder vielleicht sogar wegen?) all dieser erschwerenden Umstände hat sie es bis ins höchste Richteramt geschafft, das man in den USA erreichen kann, das Supreme Court, vergleichbar mit dem Bundesverfassungsgericht in Deutschland. Ich lese gern Biographien starker Frauen, die in ihrem Leben Ungewöhnliches erreicht haben. „Meine geliebte Welt“ aber hat mich ganz besonders in ihren Bann gezogen. Klar, schließlich verbindet mich der Typ-1-Diabetes mit der Autorin, auch wenn ich im Vergleich zu ihr aus sehr behüteten Verhältnissen stamme und einen wesentlich leichteren Zugang zu Bildung und Teilhabe hatte als sie. Weiterlesen


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Sponsored Posts? Sowas gibt es bei mir nicht. Punkt.

Heute erreichte mich eine E-Mail der Firma Sponsored Posts. Es war das erste Mal, dass mir eine Agentur vorgeschlagen hat, gegen Cash über bestimmte Themen zu bloggen, wobei der Auftraggeber in der Regel nicht möchte, dass der Beitrag als Werbung gekennzeichnet wird. Meine ganz klare Antwort: Ich bin nicht interessiert! Weiterlesen


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Zuvielwenig Insulinkohlenhydratbewegung: Typische Probleme beim Sport mit Diabetes

Bewegung hilft ungemein dabei, die den Stoffwechsel in Schwung zu bringen und die Blutzuckerwerte stabil zu halten. Doch das Verhältnis zwischen Insulin, Kohlenhydraten und sportlicher Belastung genau auszutarieren, ist eine ziemlich knifflige Aufgabe.

Sport macht Spaß, Sport hält fit, Sport verbessert die Insulinempfindlichkeit, Sport verbessert die Stoffwechsellage. Soweit so klar. Deshalb rät uns ja unser Arzt so hartnäckig dazu, deshalb können wir sportliche Motivationstipps in beinahe jedem Diabetesmagazin nachlesen. Allerdings können insulinpflichtigen Diabetikern beim Sport auch eine Menge kleinere oder größere Missgeschicke passieren. Dinge, über die Stoffwechselgesunde im Traum nicht nachdenken müssen. Das ist zwar blöd, aber leider nicht zu ändern. Also ran an die Herausforderung! Ich habe einmal sechs typische Probleme zusammengestellt, die einem im Zusammenhang mit Sport und Diabetes begegnen können – und was ich persönlich in so einem Fall unternehme. Weiterlesen


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Heute hü, morgen hott – es ist doch wirklich zum Mäusemelken!

Heute muss ich einmal ein bisschen Luft ablassen. Mein Diabetes nervt! Nicht immer, aber heute definitiv. Was gestern und vorgestern noch hervorragend funktionierte, klappt heute überhaupt nicht.

Vielelicht erinnert ihr euch an das Rezept für vegetarisch gefüllte Spitzpaprika, das ich hier vorgestern veröffentlicht habe. Und möglicherweise auch an meinen Hinweis, dass die Linsen aus der Füllung ja langsam wirkende Kohlenhydrate enthalten und deshalb am besten mit Normalinsulin oder (für Pumpenträger) mit einem wie auch immer gesplitteten Bolus versorgt werden sollte. Nun, ich hatte eine größere Menge gefüllter Paprikaschoten zubereitet und damit nicht nur für vorgestern Abend, sondern auch für gestern und heute Mittag vorgesorgt. Jede Mahlzeit ungefähr dieselbe Menge. Da sollte man doch meinen, dass man nach drei Versuchen auch den Bogen raushat, wie die Kohlenhydrate einer solchen Mahlzeit zu berechnen sind. Weiterlesen


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Rezept: Gefüllte Paprika – auch vegetarisch ein kohlenhydratarmer Genuss!

Wenn ich Paprikaschoten fülle und in Tomatensauce gare, besteht die Füllung meist aus Hackfleisch. Heute kommt bei mir allerdings eine vegetarische Variante mit einer Füllung aus Champignons und roten Linsen auf den Tisch.

Hülsenfrüchte sind super. Eiweißreich, lang sättigend, langsam wirkende Kohlenhydrate – eigentlich also das perfekte LOGI-, Low Carb- oder Diabetiker-Essen. „Wir müssen viel mehr Hülsenfrüchte essen“, lautet deshalb mein regelmäßiger Vorsatz. Im Alltag vergesse ich dann leider meist, die getrockneten dicken weißen Bohnen rechtzeitig in Wasser einzulegen, damit sie quellen können. Oder bin einfallslos, was die Rezepte angeht. Heute aber hatte ich eine ebenso simple wie leckere Idee: die klassische Hackfleischfüllung für Paprikaschoten durch eine Gemüse-Linsen-Mischung ersetzen. Und das geht so: Weiterlesen


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Mein neuer blutzuckerwirksamer Sport heißt… Gartenarbeit!

In den vergangenen Wochen haben wir unseren Garten umgestaltet. Und mit Umgestaltung meine ich: Da blieb wirklich kein Stein auf dem anderen. Viele Arbeiten haben wir zwar von Profis machen lassen, doch beim Pflanzen war unsere Muskelkraft gefragt – und für mich damit ein besonderes Auge auf meine Zuckerwerte.

Es ist schon länger her, da waren Waschbetonplatten einmal modern. Irgendwann in den 1980er Jahren, als unser Haus gebaut wurde. Vor drei Jahren, als wir die Hütte gekauft haben, war Christoph und mir zwar aufgefallen, dass es im Garten so einiges gibt, was uns nicht gefällt. Doch wir steckten unsere Energie erst einmal in die Renovierung der Innenseite unseres neuen Domizils. Diesen Sommer waren nun der Garten und die Terrasse an der Reihe. Die Terrasse wurde neu befestigt und bekam einen ganz anderen Zuschnitt. Die unsäglichen Waschbetonplatten und Betonstufen wichen schönem roten Pflasterklinker und Granittreppen. Anstelle dürrer alter Kiefern soll nun eine immergrüne Sichtschutzhecke unsere Grundstücksgrenze markieren. Weiterlesen


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Nur noch wenige Tage geöffnet: Auf zur Heidelbeerernte nach Willenscharen!

Ich liebe Heidelbeeren! Ganz besonders die aus Willenscharen (in der Nähe von Bad Bramstedt, Schleswig-Holstein), wo man sie auf einer riesigen Plantage selbst pflücken kann. Das Pflücken macht Spaß, man darf dabei naschen, und Heidelbeeren machen dem Blutzucker keinen großen Stress.

Der Heidelbeerhof Fölster hat in diesem Jahr nur noch wenige Tage für Selbstpflücker geöffnet, nämlich bis zum kommenden Sonntag, den 23. August 2015. Wir waren bereits am vergangenen Wochenende dort und haben Beeren gesammelt – doch die Info, dass die Saison dieses Jahr in wenigen Tagen endet, hat mich daran erinnert, dass ich doch noch einen Blogbeitrag über diesen tollen Ort schreiben wollte. Damit der eine oder andere kurzentschlossene Blogleser noch eine Chance hat, sich dort ebenfalls mit leckeren Heidelbeeren einzudecken. Weiterlesen


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Daily Dose Mini-Insulinspritze: Wie gewonnen, so zerronnen…

Kaum hatte ich die Mini-Insulinspritzen „Daily Dose“ von Mylife entdeckt und getestet, waren sie auch schon nicht mehr lieferbar, weil der Hersteller sie mangels Nachfrage vom Markt genommen hat. Schade.

Vor einer Weile hatte ich an dieser Stelle über die Mylife Daily Dose Insulinspritze berichtet die weniger Platz als ein normaler Insulinpen beansprucht und deshalb eigentlich prima zum Mitnehmen beim Sport geeignet ist. Die kleine Einschränkung „eigentlich“ deshalb, weil die genaue Dosierung mit der 0,3 ml Spritze nicht so einfach ist und weil ich gerade beim Sport sehr präzise kleinste Mengen Insulin abgeben möchte, damit ich nur einen erhöhten Wert vorsichtig korrigieren kann und mich nicht versehentlich ins Hypo-Nirvana katapultiere. Nach meinem Bericht erreichten mich einige Kommentare, dass von Mylife Daily Dose ja auch 0,1 ml Spritzen verfügbar sind, mit denen die Dosierung aufgrund der insgesamt geringeren maximalen Füllmenge deutlich einfacher ist. Ebenso erreichten mich allerdings auch Kommentare, wonach man sich fix bevorraten sollte, weil Mylife die Mini-Insulinspritzen vom Markt nimmt. Weiterlesen


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Bessere Diabetestherapie: Der Schlüssel liegt in der Kommunikation

Eckart von Hirschhausen zählt laut Wikipedia zur Gattung Moderator, Zauberkünstler, Kabarettist, Comedian und Schriftsteller. Ich habe ihn nun zweimal bei verschiedenen Veranstaltungen live erleben und seinen Gedanken unter anderem zur Diabetestherapie lauschen dürfen. Das war zwar komisch, aber eigentlich nicht wirklich lustig.

Wer Eckart von Hirschhausen nur vom Zappen durch das TV-Programm kennt, weiß möglicherweise nicht, dass er studierter Mediziner ist. Bevor er begann, mit Bühnenshows durch die Republik zu tingeln, arbeitete er als Arzt in Berlin in der Kinderneurologie. Allerdings fiel ihm bei seiner Arbeit als Arzt auf, dass die Patienten, die ihn konsultierten, gar nicht diejenigen waren, die am dringendsten ärztlichen Rat gebraucht hätten. Das änderte sich auch nicht, als er nach einer Weiterbildung zum Wissenschaftsjournalisten eine Gesundheitssendung Hessischen Rundfunk moderierte. „Keine Zigaretten, mehr Gemüse, das Übliche eben – das predigte ich den Zuschauern jahrelang“, erzählt er, „doch es änderte sich nichts, weil nur die zuschauten, die ohnehin schon aufgeklärt und gesundheitsbewusst waren.“ Mit dieser Erkenntnis erklärte von Hirschhausen sowohl bei einer Weiterbildung für Medizinjournalisten Ende April in Mannheim, als beim Jahreskongress der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) Mitte Mai in Berlin seinen Wechsel vom seriösen ins komische Fach, oft in Unterhaltungsshows, aber gern auch im sogenannten Unterschichtenfernsehen. Weiterlesen


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Ach du Sch… Wie kann es sein, dass ich meinen Diabetes einfach vergesse?

So etwas wie vorhin beim Abendessen ist mir ja noch nie passiert: Ich habe zum ersten Mal in meiner Diabeteskarriere vollkommen vergessen, dass ich eine funktionsuntüchtige Bauchspeicheldrüse habe. Mein Gehirn scheint wohl grad in der Wäsche zu sein…

Ja, ihr habt richtig gelesen! Ich habe es schlicht vergessen! Christoph und ich wollten Abendbrot essen und hatten dafür die übrig gebliebenen Brötchen vom Frühstück mit Schinken und verschiedenen Käsesorten sowie aufgeschnittenen Tomaten und Paprikastreifen aufgedeckt. Also mal kein Low-Carb-Abendessen, wie ich es eigentlich bevorzuge, sondern eines, für das ich mir einen ordentlichen Schuss setzen muss. Nur, dass ich überhaupt nicht daran dachte, dass ich vor dem Essen ein kleines Extraprogramm abspulen muss. Eines, das aus Zuckermessen, Kopfrechnen und Insulinspritzen besteht. Möglichst auch mit einem akzeptablen Spritz-Ess-Abstand, damit der Zuckerwert unmittelbar nach dem Essen nicht ins Unermessliche steigt. Weiterlesen