Welche praktischen Hilfen gibt es für Blinde und Sehbehinderte? Um dieses Thema drehte sich ein Vortrag von Diana Droßel bei der letzten DDG-Herbsttagung. In der aktuellen Ausgabe der „Diabetes Zeitung“ ist nun mein Bericht darüber erschienen.
„Die sind doch selbst Schuld, hätten sie mal ihren Zucker besser gemanagt…“ Vorurteilen wie diesen begegnen blinde und sehbehinderte Menschen mit Diabetes heute zum Glück nur noch selten. Und doch wirft die Diagnose einer schweren Augenschädigung Betroffene erst einmal aus der Bahn. Diana Droßel kennt dieses Gefühl aus eigener Erfahrung: Sie erkrankte bereits als Kleinkind an Typ-1-Diabetes und erblindete 1982 als junge Frau infolge einer Augeninfektion. Weiterlesen →
Mein Beitrag über das neue CGM-System Eversense von der Roche-Partnerfirma Senseonics ist zwar beinahe zwei Jahre alt, wird aber immer noch sehr häufig angeklickt. Und weil ich meine Meinung über das System zumindest teilweise geändert habe, gibt es hier nun ein kleines Update.
Eins vorweg: Ich habe das System nach wie vor noch nicht getestet und werde es in naher Zukunft wohl auch nicht tun. Doch ein paar meiner Kritikpunkte aus meinem ersten Beitrag sind mittlerweile hinfällig, und diese Infos möchte ich euch nicht vorenthalten. Weiterlesen →
Eigentlich sollte sich mein nächster Blogbeitrag um den DiaTec-Kongress und den anschließenden T1Day drehen, die ich beide am vergangenen Wochenende in Berlin besucht habe. Doch dann fing mein Freestyle Libre-Sensor mit ein paar bis dato unbekannten Mucken an.
Deshalb habe ich kurzfristig umdisponiert und erzähle euch von diesen eigentümlichen Fehlermeldungen, die mir in immerhin über drei Jahren durchgängiger Nutzung noch nie vorgekommen sind und über die ich auch in den einschlägigen Facebook-Gruppen bislang noch nichts gelesen habe. Um es kurz vorwegzunehmen: Ja, ich habe den Sensor bei der Hotline von Abbott (Tel. 0800 5199519) reklamiert. Ja, der Sensor wird mir anstandslos erstattet; den defekten Sensor werde ich zur Prüfung einschicken. Weiterlesen →
„Na, hast du deine Pumpe schon beantragt?“ oder „Ist deine Pumpe schon bewilligt?“ oder „Für welches Modell hast du dich entschieden?“ Das sind Fragen, die mir in letzter Zeit zuhauf gestellt wurden, nachdem ich Ende Dezember hier darüber geschrieben hatte, dass ich so langsam auch über eine Insulinpumpe nachdenke und auch den schlauchlosen Demo-Pod überhaupt nicht störend fand.
Ich muss da wohl so geklungen haben, als sei ich neuerdings total begeistert von der Idee, eine Insulinpumpe an meinem Körper zu befestigen und mir mein Insulin nicht mehr via Pennadel, sondern per Knopfdruck zuzuführen. Ein Weilchen mag ich das auch so empfunden haben. Doch nun sind ein paar Wochen ins Land gegangen, und ich habe weder Anstalten in Richtung Pumpen-Antrag unternommen, noch die geringste Lust auf diesen Schritt verspürt. Weiterlesen →
Vor ein paar Tagen habe ich mir erstmals einen Demo-Pod auf den Bauch geklebt, um das Tragegefühl der schlauchlosen Insulinpumpe Omnipod zu testen. Ich hätte es vorher wirklich nicht glauben mögen – aber der Pod störte mich wirklich so gut wie gar nicht.
Was hatte ich mir nicht für Gedanken gemacht: Bestimmt bleibe ich beim Anziehen ständig am Pod hängen und reiße ihn mir ab. Bestimmt drückt der Pod, wenn ich draufliege. Bestimmt zeichnet er sich unter der Kleidung ab. Bestimmt nervt er einfach kolossal. Und nun? Pustekuchen! Weiterlesen →
„Lasst mich bloß in Ruhe mit Insulinpumpen!“ Das war meine Haltung, seit ich davon gehört hatte, dass man sich seinen Insulinvorrat auch an den Bauch schnallen und damit per Knopfdruck Insulin zuführen kann. Ein wenig skeptisch bin ich nach wie vor, doch so langsam erscheinen mir die vielen Optionen der modernen Diabetestechnik ziemlich reizvoll.
Über das Für und Wider von Insulinpumpen ist schon viel geschrieben worden. Natürlich ist mir bewusst, dass man seine Insulinversorgung mit einer Pumpe deutlich feiner justieren kann. Dass man beim Sport die Basalzufuhr drosseln und dadurch vielleicht sogar ganz auf Sport-KE verzichten kann. Dass man diskret einen Bolus abgeben kann, ohne sich erst einmal den Bauch auspacken zu müssen. Ich weiß, dass die meisten Pumpis im Brustton der Überzeugung sagen, sie würden ihre Pumpe nie wieder hergeben. Weiterlesen →
Schluss mit Kabelsalat und inkompatiblen Schnittstellen beim Diabetesmanagement – für diese Probleme hat Roche Diabetes Care künftig eine Lösung parat: Sie nennt sich „digitales Ökosystem“ und ist eine Cloud, die automatisch alle Daten aus sämtlichen Messsystemen sammelt. Der Arzt kann in Echtzeit darauf zugreifen und Tipps geben. Klingt verlockend. Ich habe dennoch meine Zweifel, dass das im Alltag funktionieren wird – und vielleicht ist das auch besser so.
Langsame Kohlenhydrate, schnelle Kohlenhydrate, Insulinzufuhr, Bewegung, Stress, Krankheit, Menstruationszyklus, Schlafqualität – wir wissen alle, dass diese Dinge unsere Glukosekurven beeinflussen. Und zwar immer alle zusammen. Doch in der Realität lassen sich die Daten aus der Diabetes-App nicht mit Pulsfrequenz, Schrittzähler und Schlaftracker aus dem Fitnessarmband zusammenführen. Und die Zyklus-App hat sowieso keine Schnittstelle mit anderen Programmen. Dabei wäre es doch praktisch, wenn ich meine Glukosekurven anschauen und dabei erkennen könnte, wie mein Menstruationszyklus, meine letzte Sporteinheit oder meine hektische Dienstreise dazwischenfunken. Weiterlesen →
Insulin ist ein temperaturempfindliches Medikament, und deshalb sollte man darauf achten, dass es nicht zu kalt oder zu warm gelagert wird. Wer ganz sichergehen will, kann mit Medangel einen kleinen Schutzengel nutzen und via App die Temperatur seines Insulins überwachen. Ich habe den kleinen Sensor – Produkt eines Diabetes-Startups – nun ein paar Wochen lang getestet.
Ich bewahre meine Insulinvorräte im Butterfach des Kühlschranks auf. Fertig. Damit endet eigentlich mein Temperaturmanagement für Insulin. Wenn ich ein Rezept in der Apotheke einlöse und den Insulinvorrat auffülle, dann höre ich von dem Menschen hinter dem Apothekentresen gelegentlich den Rat, das Insulin am besten gleich nach Hause in den Kühlschrank zu bringen und nicht eine ganze Shopping-Tour lang in meiner Tasche mit mir herumzutragen. Ich habe auch schon einmal eine Apotheke erwischt, wo man mir das Insulin in eine kleine Thermo-Tüte gepackt hat, damit es den Nachhauseweg unbeschadet übersteht. Weiterlesen →
„Diabetesmuseum München“, das klingt nach weitläufigen Hallen mit Ticketschalter, Schließfächern und Wachpersonal. Dabei lagern die Exponate in den zwei kleinen ehemaligen Kinderzimmern eines Reihenhauses. Doch diese Zimmer haben es in sich, wie wir bei unserem Besuch dort feststellen durften.
Das Diabetesmuseum München beherbergt die vermutlich umfassendste Sammlung von Diabetesutensilien aller Art. Allerdings heißt das nicht, dass man sich in seinen Räumen verirren oder die Fuße wundlaufen könnte. Denn die Exponate des Museums sind im Obergeschoss des Reihenhauses von Werner und Petra Neumann untergebracht, in den ehemaligen beiden Kinderzimmern ihrer Töchter Carina und Anja. Wer sich im Diabetesmuseum umsehen möchte, muss einen Termin mit den beiden vereinbaren, denn regelmäßige Öffnungszeiten gibt es nicht. Weiterlesen →
In der Fachzeitschrift „Contact Dermatitis“ ist vor wenigen Tagen ein Beitrag zum Thema Hautreaktionen auf das Freestyle Libre erschienen. Man kann ihn zwar kostenfrei nur als Abstract lesen, doch die Botschaft ist klar: Schuld an den Hautreaktionen, mit denen sich viele Anwender herumschlagen, sind Acrylate im Klebstoff. Genauer gesagt Isobornyl-Acrylat.