Süß, happy und fit

Echte Geschichten aus meinem bewegten Leben mit Typ-1-Diabetes


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Wie man auch ohne Pumpe einen verzögerten Bolus spritzen kann

Insulinpumpenträger wissen ihn meist sehr zu schätzen: den verzögerten oder gesplitteten Bolus, mit dem sie Mahlzeiten abdecken können, deren Kohlenhydrate zum Teil erst etwas später im Blut ankommen und den Glukosespiegel beeinflussen. Man kann einen verzögerten oder gesplitteten Bolus aber durchaus auch mit ganz normalen Insulinpens simulieren.

Eines vorweg: Ich weiß um die vielen Vorteile, die eine Pumpentherapie im Alltag haben kann. Von wegen besseres Feintuning, mehr Flexibilität mit verschiedenen Basalraten, diskrete Bolusgabe in der Öffentlichkeit etc. Mich persönlich reizt eine Insulinpumpe derzeit trotzdem nicht. Ich habe mich mit meinem Freestyle Libre Sensor angefreundet und empfinde ihn nicht als störend, doch ein weiteres (und doch noch um einiges größeres) Gerät am Körper zu tragen, schreckt mich bislang doch sehr ab. Ich bin zufrieden, wenn ich nach dem Insulinspritzen meine Pens in meinem Täschchen verstauen kann und meinen Körper danach wieder für mich habe – ohne dass ich an einen Katheter mit seinem Schlauch (in dem ich mich bestimmt permanent verheddern würde) und den besten Aufbewahrungsort für die dazugehörige Pumpe denken muss. Weiterlesen


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Sibirien-Marathon: Mit einer IDAA-Staffel 59-mal um den See

Für Leute aus Elmshorn ist es nicht weiter erklärungsbedürftig, wenn man ankündigt, dass man in Sibirien an einem Marathon teilnehmen möchte. Für andere hingegen schon: „Ihr wollt wirklich im Februar bis nach Sibirien und dort auch noch einen Marathon laufen? Seid ihr noch ganz dicht?“, sagen alle, die woanders wohnen und deshalb nicht wissen, dass Sibirien ein Stadtteil von Elmshorn ist.

Ich muss zugeben, dass genau diese Reaktion auswärtiger Mitmenschen für mich den besonderen Reiz des Sibirien-Marathons ausgemacht hat. Das macht sich in einer Läufer-Vita einfach gut. Abgesehen davon ist es auch einfach ein ziemlich abgefahrenes Event. Denn zum einen führt einen der Sibirien-Marathon nicht über eine lange, idealerweise landschaftlich abwechslungsreiche Laufstrecke, sondern einfach 59-mal um den (dafür allerdings sehr hübschen) See im Forst Sibirien. Und zum anderen laufen dort einige ziemlich krasse Marathonis mit. Allen voran Christian Hottas, der Veranstalter dieses Lauf-Events am Rande Elmshorns. Weiterlesen


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Buchtipp: Vom Schwergewicht zum Wohfühl-Ich – Das Steiner-Prinzip

Matthias Steiner ist ein Promi, der aus seinem Typ-1-Diabetes kein Geheimnis macht und in der Community deshalb sehr beliebt ist. Jetzt hat er ein Buch geschrieben, in dem beschreibt, wie er vom 150-Kilo-Gewichtheber zum 45 Kilo leichteren schlanken Tänzer wurde.

Matthias Steiner hat seit exakt seinem 18. Geburtstag Typ-1-Diabetes. Das hat ihn nicht davon abgehalten, seine Karriere als Gewichtheber weiterzuverfolgen und 2008 die Goldmedaille bei den Olympischen Spielen in Peking in der Superschwergewichtsklasse zu holen. Matthias Steiner widmete diesen Sieg seiner ein Jahr zuvor verstorbenen Ehefrau und nahm die Medaille mit einem Foto von ihr in der Hand entgegen. Lange galt er als „der stärkste Mann der Welt“. Das alles verdient in meinen Augen schon ungeheuren Respekt. Ich weiß schließlich bereits aus meinen bescheidenen Erfahrungen als Hobbyathletin, wie anspruchsvoll es sein kann, Typ-1-Diabetes und Sport miteinander zu vereinbaren. Weiterlesen


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Süße Brötchen – und trotzdem ein Low Carb Frühstück

Seit einer Weile folge ich dem Blog „Happy Carb“ von Betti und habe auch schon das eine oder andere Rezept von ihr ausprobiert. Heute Morgen waren es ihre süßen Brötchen mit Apfel, Walnuss und Kokosmehl, die mir Appetit gemacht haben.

Beim Stichwort „süße Brötchen“ denken die meisten wahrscheinlich an ungeheure Mengen Insulin und gemeine Blutzuckerspitzen nach dem Frühstück. Bei diesen Brötchen Fehlanzeige. Schließlich stellt Betti nur kohlenhydratarme Rezepte vor, die übrigens dazu beigetragen haben, dass sie von ihrem Typ-2-Diabetes mittlerweile de facto „geheilt“ ist: Dank ihrer Ernährungsumstellung hat sie enorm viel Gewicht verloren und kann auf jegliche Medikamente zur Therapie ihres Diabetes verzichten. Weiterlesen


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Mit Diabetes auf der Flucht und in einem fremden Land leben

Die Flüchtlingskrise hat dazu geführt, dass sich auch die Deutsche Diabetes Gesellschaft neuerdings für das Thema Migration interessiert. Dabei gibt es nicht nur unter den neuen Einwanderern viele Menschen mit Diabetes, sondern auch unter denjenigen Migranten, die schon seit Generationen bei uns leben.

Ich bin Medizinjournalistin, Typ-1-Diabetikerin und aktives Mitglied des Willkommensteams für Flüchtlinge in meiner Heimatstadt Elmshorn. Da liegt es nahe, sich einmal mit der Frage zu beschäftigen, wie eigentlich Menschen mit Diabetes klarkommen, die aus ihrer Heimat flüchten und auf dem Weg hierher und auch hier in Deutschland ihren Diabetes irgendwie managen müssen. Glücklicherweise musste ich überhaupt nicht lange suchen, um einen Flüchtling zu finden, den ich interviewen und portraitieren konnte. Mein Diabetologe erzählte mir von einem jungen Mann aus Syrien, der als Typ-1-Diabetiker in seiner Praxis gerade komplett neu eingestellt wurde. Weiterlesen


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Vorläufiges Aus für die Kostenerstattung beim Freestyle Libre

Nun ist es amtlich: Die Techniker Kasse wird ihren Versicherten die Kosten für das Glukosemesssystem Freestyle Libre künftig nicht mehr erstatten. Hintergrund ist ein Urteil des Bundessozialgerichts von Juli 2015.

In den vergangenen Wochen wurde in den einschlägigen Facebook-Gruppen viel über die Gründe dafür gemunkelt, dass die Techniker Krankenkasse neuerdings keine Kostenerstattung für das Freestyle Libre mehr bewilligt. Die Kasse hatte als erste gesetzliche Krankenkasse Versicherten mit Typ-1-Diabetes generell zugesagt, die Kosten für das neue Messsystem mit bis zu 95 Euro pro Monat zu bezuschussen.

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Mit dem Diabetes auf Wanderschaft im Saarland – einfach nur schöööööön!

Vor einer Weile ist im Focus Diabetes eine Geschichte von mir erschienen, in der ich über einen Wandertrip im Saarland berichtet habe – und darüber, wie es mir dabei mit meinem Zucker gegangen ist. Hier könnt ihr diesen Bericht noch einmal nachlesen – auch wenn ihr heute am 3. Advent vielleicht gerade andere Gedanken im Kopf habt als eigene Experimente in Sachen Wandern zu planen…

Nur wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen“, soll Johann Wolfgang von Goethe einmal gesagt haben. Und als ich an einem sommerlichen Tag Ende Juni zusammen mit meinem Mann Christoph – und wie immer in Begleitung meines Typ-1-Diabetes – auf einem wunderschönen Wanderweg den saarländischen Litermont hinaufstapfe, weiß ich, dass Goethe mit seiner Äußerung Recht hatte. Ich spüre den federnden Waldboden unter den Füßen und atme seinen harzigen Duft ein. Ich höre die surrenden Insekten und die quakenden Frösche, fühle die moosbewachsenen Felsbrocken. Und ich genieße das befreiende Gefühl, ohne Zeitdruck in der Natur unterwegs zu sein. Weiterlesen


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#DBW2015 Aller Anfang ist schwer – doch das Leben geht weiter, versprochen!


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Mit der Diagnose Typ-1-Diabetes bricht erst einmal eine Welt zusammen. Das war auch bei mir so, damals, am 30. März 2010. Doch ich kann alle Diabetes-Frischlinge beruhigen: Aus den Trümmern kann man sich durchaus wieder ein Leben aufbauen. An manchen Stellen ein bisschen hässlicher als vorher, doch an einigen Stellen auch wirklich hübsch!

„Sie haben Diabetes.“ Bäng. Das sind schon komische Worte, deren Sinn man erst einmal verdauen muss. Meine erste Reaktion auf meine Diagnose Typ-1-Diabetes war erst einmal Abwehr: „Moment mal, ich bin doch Medizinjournalistin! Ich schreibe über so etwas, ich HABE das doch nicht!“ Es dauerte eine ganze Weile, bis ich den Schock verdaut und tatsächlich akzeptiert hatte, dass ich nun die Arbeit eines defekten Organs selbst übernehmen muss. Gut fünfeinhalb Jahre ist das jetzt her, und zum Geburtstag meines Diabetes überkommt mich regelmäßig ein halb feierliches und halb wehmütiges Gefühl. Anlässlich der #DBW2015 Diabetes Blog Woche soll ich nun tröstliche Worte für all die Frischlinge da draußen finden, die erst vor Kurzem die Hiobsbotschaft „Du hast Diabetes“ erhalten haben. Weiterlesen


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#DBW2015: Blick in die Zukunft – Auf dem Weg zur Heilung des Diabetes bis 2025?


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Nein, an eine Heilung des Typ-1-Diabetes bis 2025 glaube ich nicht. Ganz sicher aber an Innovationen, die uns Diabetikern das Leben erleichtern, so dass wir durch unsere Stoffwechselstörung im Alltag noch weniger beeinträchtigt werden. Mein heutiger Beitrag zur Diabetes Blog Woche #DBW2015.

„Prognosen sind schwierig, vor allem, wenn sie die Zukunft betreffen“, dieses Zitat von Karl Valentin (oder auch Mark Twain, da sind sich die Experten nicht einig) kennt wohl jeder, der ein paar Freunde bei Facebook hat, die gern Bildchen mit bedeutungsschwangeren Sinnsprüchen posten. Aber es stimmt: Schließlich bin ich bis heute beim Laufen noch nie von einem Youngster auf dem Hoverboard überholt worden, das in den 1980er Jahren mal vorhergesagt worden war… Was also sagt der Blick in die Zukunft für uns Diabetiker? Weiterlesen


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Bronx-Kind, Puerto-Ricanerin, Typ-1-Diabetikerin – und Richterin am Obersten Gericht der USA

Sonia Sotomayor hatte nicht gerade das, was man ideale Startvoraussetzungen nennt. In ihrer Autobiographie „Meine geliebte Welt“ schildert sie, wie sie sich trotzdem durchkämpfte, an einer Elite-Universität studierte und letztlich Richterin am „Supreme Court“ der USA wurde – und welche Rolle ihr Typ-1-Diabetes dabei spielte.

In den 1950er Jahren als Puerto-Ricanerin in der New Yorker Bronx aufzuwachsen, ist schon kein leichtes Schicksal. Sonia Sotomayor hatte außerdem noch einen alkoholkranken Vater, eine überarbeitete Mutter und seit frühester Kindheit auch einen Typ-1-Diabetes. Trotz (oder vielleicht sogar wegen?) all dieser erschwerenden Umstände hat sie es bis ins höchste Richteramt geschafft, das man in den USA erreichen kann, das Supreme Court, vergleichbar mit dem Bundesverfassungsgericht in Deutschland. Ich lese gern Biographien starker Frauen, die in ihrem Leben Ungewöhnliches erreicht haben. „Meine geliebte Welt“ aber hat mich ganz besonders in ihren Bann gezogen. Klar, schließlich verbindet mich der Typ-1-Diabetes mit der Autorin, auch wenn ich im Vergleich zu ihr aus sehr behüteten Verhältnissen stamme und einen wesentlich leichteren Zugang zu Bildung und Teilhabe hatte als sie. Weiterlesen