Süß, happy und fit

Echte Geschichten aus meinem bewegten Leben mit Typ-1-Diabetes


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AMBA-Studie: Typ-1-Diabetes bei Kindern ist ein Karrierekiller für ihre Mütter

Was Mütter von Kindern mit Diabetes längst wissen, hat nun auch eine wissenschaftliche Studie an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) bestätigt. Sie ist zwar bislang noch nicht veröffentlicht, doch ihre Ergebnisse wurden bei der DDG-Jahrestagung in Berlin vorab präsentiert. Demnach tragen Mütter den Löwenanteil der Belastung und stecken beruflich (und auch finanziell) deutlich zurück.

Es passiert nicht oft beim Kongress einer medizinischen Fachgesellschaft, dass bei der Diskussion eines Vortrags eine Zuhörerin ans Mikro geht und in Tränen ausbricht. Denn meist sind es nicht allzu emotionale Themen, die in den wissenschaftlichen Sitzungen diskutiert werden. Und gleichzeitig betrachten die Vortragenden wie auch das Publikum die Themen in der Regel aus einer nüchtern-beobachtenden Warte, sind also selten selbst betroffen. Bei der Sitzung „Familiäre Belastungen und Diabetes“ vor gut einer Woche bei der DDG-Jahrestagung in Berlin war das anders. Dort trat tatsächlich eine Frau nach vorn, die den vorangegangenen Vortrag kommentieren wollte und dann kaum in der Lage war zu sprechen, weil sie mit den Tränen kämpfen musste. Die Frau war Ärztin und Mutter eines Kinds mit Typ-1-Diabetes. Weiterlesen


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Auf die Gurke, fertig, los! Über meinen zweiten Halbmarathon im Spreewald

In den vergangenen Jahren hatte ich immer wieder mal gehört, was für eine tolle Veranstaltung der Spreewald-Marathon mit seinen unzähligen Lauf-, Walking-, Paddel-, Fahrrad- und Inliner-Events doch ist. Dieses Jahr waren Christoph und ich erstmals mit dabei, denn die IDAA hatte zu ihrer jährlichen Mitgliederversammlung eingeladen – und das verspricht immer viel nette zuckersüße Gesellschaft. Für mich stand im malerischen Biosphärenreservat um Lübbenau mein zweiter Halbmarathon auf dem Programm.

Nachdem im vergangenen Jahr meine beiden Projekte „Kampf den Kilos“ und „Ich kann jetzt auch Halbmarathon“ so erfolgreich verlaufen waren, war ich felsenfest davon überzeugt, dass ich grundsätzlich alles schaffen kann, was ich mir vornehme. Und so hatte ich mir bei der Anmeldung für den Spreewald-Marathon natürlich erneut einen Halbmarathon herausgepickt und nicht irgendeinen popeligen kürzeren Lauf: „Pah, 10-Kilometer-Läufe sind ja sowas von 2017!“ Vielleicht war es also an der Zeit, dass mein Übermut einen kleinen Dämpfer verpasst bekommt? Um es vorweg zu nehmen: Ich habe meinen Halbmarathon zwar geschafft, aber das Ganze war alles andere als ein Kindergeburtstag. Und mein Diabetes entpuppte sich tatsächlich mal als ein echter Spielverderber. Weiterlesen


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Durchhalten und Etappenziele verfolgen: Was Menschen mit Diabetes von der Bergsportlerin Gela Allmann lernen können

Es ist schon eine Weile her, dass ich im Februar beim Bundeskongress Chirurgie in Nürnberg einen Vortrag von Gela Allmann gehört habe. Das ist eine Bergsportlerin, die einen Sturz von einem 800 Meter hohen Berg schwerverletzt überlebt hat. Sie hat eine unglaubliche Geschichte zu erzählen, aus der auch Menschen mit Diabetes Kraft schöpfen können. Inzwischen habe ich ihr Buch „Sturz in die Tiefe“ fertiggelesen und kann es euch wärmstens empfehlen.

Es war nicht unbedingt ein typischer Programmpunkt für den Bundeskongress Chirurgie. Und so rieb sich manch einer im Publikum erst ein wenig verwundert die Augen. Denn im Impulsvortrag von Gela (eigentlich Angelika) Allmann, der mit einem mehrminütigen, professionell produzierten Video im Großformat startete, ging es nicht um berufspolitische Prognosen oder philosophische Ausblicke in die Zukunft des Gesundheitswesens. Stattdessen wurde es persönlich. Wie kann man gestärkt aus persönlichen Krisen hervorgehen und sein Leben lächelnd und zuversichtlich meistern?

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Eine Ode an mein Pankreas – und weitere Songs aus meiner Diabetes-Playlist

Ich habe mir einmal den Spaß gemacht, bei Musik-Streaming-Diensten nach „süßen“ Schlagwörtern zu suchen. Herausgekommen ist eine ziemlich lange und lustige Diabetes-Playlist. Doch es gibt auch Songs, die für mein ganz persönliches Verhältnis zu meinem Diabetes Bedeutung haben.

Als wir Autorinnen und Autoren der Blood Sugar Lounge die Info bekamen, dass es bei der Monatsaktion im April um das Thema Musik bzw. „Dein Hit für die Diabetes-Playlist“ gehen soll, da hielt ich das für Gedankenübertragung. Denn ich hatte erst kurz zuvor spaßeshalber begonnen, mir eine Diabetes-Playlist zu erstellen. Dafür habe ich auf den Musik-Streaming-Diensten Amazon Music und Spotify nach ein paar „süßen“ Schlagwörtern gesucht – und natürlich noch meine ganz persönlichen Favoriten hinzugefügt. Voilà, auf geht’s! Weiterlesen


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Last-Minute Osterbäckerei: Hasenkekse mit Nugatfüllung und zweierlei Rührkuchen

Als mein Sohn noch klein war, hatte ich es ziemlich gut drauf mit den Jahreszeiten. Wir haben immer rechtzeitig damit angefangen, die Wohnung umzudekorieren und die passenden saisonalen Sachen zu backen. Doch mittlerweile fällt es mir ziemlich schwer, mit der schnellen Folge dieser Feste Schritt zu halten.

Zum Glück habe ich gestern dann doch noch gerade rechtzeitig einen kleinen DIY-Flash bekommen und für Ostern gebacken. Wenn ihr erst morgen oder am Sonntag Besuch bekommt und ein paar Basiszutaten zum Backen im Haus habt, könnt ihr es ja auch noch mit der Last-Minute-Osterbäckerei versuchen. Weiterlesen


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In den Kopf geschaut: Das Gehirn mag weder Hypo- noch Hyperglykämien

Leichte Unterzuckerungen, wie sie im Alltag kaum vermeidbar sind, schaden unserem Denkorgan nicht. Schwere Hypoglykämien nimmt das Gehirn allerdings ebenso übel wie zu hohe Glukosewerte. All das kann man erkennen, wenn man Menschen in die MRT-Röhre schiebt. Beim ATTD-Kongress präsentierten Forscher ihre neuesten Erkenntnisse auf diesem Gebiet.

Der eine stammelt unverständliches Zeug, der andere wird apathisch, wieder andere neigen zu aggressivem Verhalten. Dass eine akute Hypoglykämie die Funktion des Gehirns stört, dürfte jedem klar sein, der mit Menschen mit Diabetes zu tun hat. Doch was genau während einer Unterzuckerung im Gehirn passiert, ist längst nicht vollständig untersucht. Ähnlich vage sind die wissenschaftlichen Erkenntnisse, was die Kurz- und Langzeiteffekte von zu hohen Glukosewerten auf das Gehirn angeht. Neulich beim ATTD-Kongress in Berlin präsentierte daher eine Reihe von Forschern den aktuellen Wissensstand auf diesem Gebiet. Weiterlesen


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Gastbeitrag: Weitere Gedanken zum Thema ‚Heilung‘ von Arndt Fiolka

Wie ihr in meinem gestrigen Blogbeitrag lesen konntet, ist das Thema ‚Heilung durch Stammzelltherapie‘ in der Typ-1-Gruppe bei Facebook auf ziemlich großes Interesse gestoßen. Einen Leser hat es nicht losgelassen. Arndt Fiolka, mit dem wir über die IDAA seit vielen Jahren befreundet sind, hat weiterrecherchiert und präsentiert seine Ergebnisse in einem Gastbeitrag.

Ein Hallo in die Runde. Mein Name ist Arndt. Ich bin jetzt  seit fast 50 Jahren Typ-1-Diabetiker und arbeite in der IT-Branche. Beschäftige mich dort mit u. a. mit der Datenanalyse. Zu meinen Aufgaben zählt die Aufbereitung großer Datenmengen aus strukturierten, definierten Daten, wie man sie i.d.R. in Datenbanken findet. Daneben recherchiere ich in meiner Freizeit häufig das, was mich interessiert, im Internet und werde vielfach auch fündig. Anfang Dezember letzten Jahres stellte Antje in einer kleinen fb-Umfrage für einen Artikel im FOCUS Diabetes die Frage, was Heilung für uns Menschen mit Diabetes bedeuten könnte.
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Von der Stammzelle zur nagelneuen Betazelle: Ist das bereits Heilung oder „nur“ eine Therapie?

Vor einigen Wochen ist die aktuelle Ausgabe des ‚Focus Diabetes’ erschienen. Darin könnt ihr u. a. einen vierseitigen Artikel von mir darüber lesen, wie Forscher des Pharmaunternehmens Novo Nordisk aus embryonalen Stammzellen im Labor Betazellen herstellen, die Insulin produzieren. Im nächsten Schritt soll daraus eine Therapie für Menschen mit Typ-1-Diabetes werden. Kann man dabei von einer ‚Heilung’ für unsere Autoimmunerkrankung sprechen?

Was macht eine neugierige Journalistin, Bloggerin und Typ-1-Diabeterin wie ich, wenn sie in die Zentrale des Pharmaunternehmens Novo Nordisk eingeladen wird, um sich dort über die Stammzellforschung für eine neue Therapie des Typ-1-Diabetes zu informieren und sich direkt mit den beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu unterhalten? Na klar, sie sagt zu. Und so verbrachte ich Anfang Dezember 2018 zwei Tage in Kopenhagen – erst beim besagten Termin zum Thema Stammzellen, und dann beim DEEP-Event, über das ich hier in einem anderen Blogbeitrag bereits geschrieben habe.* Weiterlesen


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Wie können Diabetespraxen Angehörige von Menschen mit Diabetes unterstützen?

Als Buchautorin gelte ich neuerdings als Expertin – und durfte bei einem Fachkongress einen Workshop zum Thema „Diabetes und Angehörige“ mitmoderieren. Allerdings gab es nach dem Workshop beinahe mehr ungelöste Fragen als zuvor. Denn für die Angehörigen von Menschen mit chronischen Erkrankungen fehlt in unserem Gesundheitssystem ein verlässliches Auffangnetz.

Man hatte mir ja prophezeit, dass so etwas passieren könnte. „Wenn du ein Buch schreibst, dann giltst du als Expertin für ein Thema. Und dann wirst du auf einmal überallhin eingeladen und musst Vorträge halten.“ In meinem Fall dauerte es nach dem Erscheinen meines Buchs „In guten wie in schlechten Werten“ sogar nur wenige Tage, bis das Telefon klingelte. Am anderen Ende der Leitung meldete sich eine Dame, die den Kongress „Team Typ 2“ mitorganisierte. Dieser Kongress wird seit ein paar Jahren einmal im Jahr durch das Pharmaunternehmen Astra Zeneca ausgerichtet und findet in Berlin statt. Astra Zeneca hat viele orale Antidiabetika im Portfolio, die in erster Linie zur Behandlung von Typ-2-Diabetes eingesetzt werden. Doch dieses Mal wollte man auch einmal ein ganz anderes Thema abdecken: Die Herausforderungen, mit denen die Angehörigen von Menschen mit Diabetes im Alltag konfrontiert werden. Weiterlesen


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Insulinpumpen sind modern, Insulinpens sind vorsintflutliche Technologie. Was ist falsch an diesem Satz?

Wenn man sich wie ich viel in der Diabetes-Online-Community und Blog-Szene tummelt, dann gewinnt man schnell den Eindruck, dass Menschen mit Typ-1-Diabetes heute technisch ziemlich hochgerüstete Cyborgs sind. Auf Blogs, in Foren und in den sozialen Medien scheint sich beinahe alles um ein Thema zu drehen: Diabetestechnik. Da komme ich, die ich mit meiner bewährten intensivierten Insulintherapie (ICT) mit zwei mechanischen Insulinpens glücklich und zufrieden bin, manchmal fast ein wenig aus der Zeit gefallen vor.

Zumindest unter den Bloggerinnen und Bloggern ist der Anteil derer enorm hoch, die Insulinpumpen, CGM-Systeme oder sogar selbstgebaute Closed Loop-Systeme nutzen und ihre Glukosekurven auf der Smartwatch stets im Blick haben. Wenn ich mir die Blogs in meiner Blogroll einmal ansehe, dann finde ich darunter nur ganz vereinzelt Typ-Einser, die sich ihr Insulin – ebenso wie ich – mit dem Insulinpen zuführen. Daran gibt es natürlich erst einmal gar nichts auszusetzen. Doch es lässt sich wohl kaum leugnen, dass die Lebenswirklichkeit der Leute in der Blogger-Szene in vielen Punkten von der gelebten Realität der allermeisten Menschen mit Typ-1-Diabetes abweicht. Weiterlesen